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Aufwärtstrend bei Internetbuchungen

11.06.2008

Das Internet ist eine der meist genutzten Quellen für Reisebuchungen - noch vor der Nutzung von Reisebüros oder Buchungen über das Telefon. Mehr als 85 Prozent aller europäischen Internet-User planen und buchen ihre Ferienreisen über das Internet

In ganz Europa ist das Internet zum beliebtesten Medium geworden, um Ferienreisen und Hotelaufenthalte zu planen und zu buchen. Dies zeigt eine Studie, die von dem Marktforschungsunternehmen Sunovate in Spanien, Deutschland, den Niederlanden, Italien und England durchgeführt wurde. Für die spanische Hotelgruppe NH Hoteles (Madrid) analysierte Sunovate unter anderem die Frage, wie wichtig neue Technologien bei der Reiseplanung und -buchung sind. In allen Ländern bestätigten mehr als 85 Prozent der Befragten, dass sie das Internet nutzen, um Ferienreisen zu planen und zu buchen. Mehr als 70 Prozent bestätigten, dass sie auch Hotelzimmer online reservieren.

Schnell mal zwischendurch

Die Daten der Studie zeigen, dass das Internet immer wichtiger wird - nicht nur für Touristen, sondern insbesondere auch für Geschäftsreisende. Das Internet ist zu einem essenziellen Instrument geworden, um das Reisemanagement effizienter zu machen. Darüber hinaus ist eine Buchung über das Internet zeitsparender als über die traditionellen Wege.

Die Reiseorganisation bedeutet für die meisten Menschen einen großen, nicht kalkulierbaren Arbeitsaufwand. Dabei unterscheiden sich die Arbeitsschritte beträchtlich, wie private Ferienreisen oder Geschäftsreisen organisiert werden. Bei Ferienreisen wird intensiv im Internet gesurft, um Angebote und Informationen zu finden. Hinsichtlich Geschäftsreisen sagten insbesondere die Teilnehmer der Studie in Italien und Holland aus, dass sie kaum nach Informationen im Internet suchen. Das liegt daran, dass Geschäftsreisen oftmals von speziell ausgebildeten "Travel Managern" organisiert werden, die verständlicherweise kaum ein Interesse daran haben, über die Aufgabe hinausgehende Informationen für den Reisenden zusammenzustellen.

Informationen zu jeder Tageszeit

Bei Privatreisen ist das Internet das meist genutzte Medium, um - entweder von zu Hause aus oder aus dem Büro - Informationen über Hotels und Destinationen zu recherchieren. Das Internet wird oftmals den traditionellen Buchungsmöglichkeiten, wie beispielsweise Reisebüros, Freunden und Bekannten oder den Printmedien, vorgezogen. So bestätigten 86, 1 Prozent der italienischen Befragten, das Internet für Privatreisen zu nutzen. In Spanien nutzen rund 88,9 Prozent dieses Instrument und in Deutschland 89 Prozent. Mit 93,1 Prozent führen die Engländer diese Befragung an.

Bei den Geschäftsreisen sieht die Sache anders aus. In den Niederlanden (40,7 Prozent) und Spanien (43,8 Prozent) buchen die Wenigsten ihre Reise über das Internet. In Deutschland buchen 50,9 Prozent aller Befragten bereits über das Internet. Reisebüros spielen besonders in Italien und Spanien eine wichtige Rolle, während Empfehlungen von Dritten bei rund 20 Prozent aller Befragten in Deutschland und Italien eine wichtige Rolle spielen.

Männer dominieren

Bei Buchungen von Hotelzimmern hat sich herausgestellt, dass dies die einfachste und bequemste Art der Reservierung unter allen verfügbaren Möglichkeiten ist. Bei Ferienreisen nutzen die Befragten diese Option mehr als alle anderen. Ohne andere Optionen in Frage zu stellen, sagten 73 Prozent der spanischen Teilnehmer in der Befragung aus, dass sie öfters Online-Reservierungen vornehmen. In Italien sind dies mehr als 70 Prozent, in Deutschland rund 78 Prozent und in England 87 Prozent aller Befragten.
Danach folgt in der Wichtigkeit die Buchung über ein Reisebüro, insbesondere in Italien mit 48 Prozent und in Deutschland mit 46 Prozent. Buchungen per Telefon werden in den Niederlanden mit 22 Prozent der Befragten weniger nachgefragt. In Spanien liegt der Prozentsatz bei 30 Prozent und in Italien bei 42 Prozent.
Werden die Trends im Bereich Geschäftsreise betrachtet, ändern sich die vorgenannten Zahlen, da in den meisten Fällen die Hotelbuchungen nicht durch den Reisenden selbst vorgenommen werden, sondern durch seinen Arbeitgeber. Bucht der Reisende seine Geschäftsreservierungen selbst, nutzt er dazu meistens das Internet - insbesondere die deutschen Teilnehmer der Studie nutzen diese Option (42 Prozent). In Spanien sind es hingegen nur 30 Prozent aller befragten Geschäftsreisenden, die dieses Instrument benutzen. Diese Zahl entspricht ungefähr den Geschäftsreisenden in Spanien, die sich entscheiden, in ein Reisebüro zu gehen (27 Prozent).

Beim Buchungsverhalten gibt es interessante Unterschiede zwischen dem weiblichen und dem männlichen Vorgehen: So nehmen beispielsweise weitaus mehr Männer Buchungen von Privatreisen über das Internet vor (80 Prozent im Vergleich zu 66 Prozent). Ähnliche Zahlen gelten für den Geschäftsreisemarkt - 38 Prozent aller befragten Männer buchen über das Internet im Vergleich zu 22 Prozent aller befragten Frauen. Eine besondere Diskrepanz gibt es diesbezüglich in Deutschland und England, wo nur 29 Prozent aller befragten Frauen das Internet für Buchungen nutzen - aber 52 Prozent aller Männer.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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