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2017 wurden weltweit 25 Millionen Sprachassistenten verkauft – das ist mehr als ein Hype.

Aus die Maus

22.03.2018

Die ÖGZ-Serie zu den Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung. Diesmal: Warum Restaurants auf Sprachassistenten setzen sollten

Reinhard Lanner 

ist Managementcoach und Dozent an Fachhochschulen und Universitäten zu den Themen New Work, New ­Management & Storytelling. Eben hat ihn die Österreich Werbung als Chief Digital Officer angeheuert.
www.reinhardlanner.com

Per Mausklick zum Essen war gestern. Die meisten Menschen haben mittlerweile von digitalen Sprachassistenten wie „Amazon Alexa“ gehört. 2017 wurden rund 25 Millionen smarte Lautsprecher verkauft. Dazu kommen noch die Anwender der Sprachsteuerung auf den Smartphones. Zeit, sich damit auseinanderzusetzen!

Was sind die Hauptanwendungsfelder?

  • Bedienung von Navigationssoftware
  • Anrufen von Kontakten Suche von Informationen
  • Versenden von Mitteilungen via SMS, WhatsApp und E-Mail

In der Vergangenheit wurde die Sprachsuche vorwiegend zu Hause und allein genutzt. Neue Untersuchungen zeigen, dass die Nutzung von Spracheingabe im Auto, in der fremden Stadt und in Gesellschaft anderer Menschen, zunimmt. Daher sollten Inhaber von Restaurants, Bars und Freizeitbetrieben diesen Trend aufmerksam verfolgen.

Welche Assistenten, woher kommen die Daten?

Die Datenqualität der Webseiten entspricht in vielen Fällen nicht der Anforderung von Suchalgorithmen. Daher greifen die vier relevanten Sprachassistenten auf die Einträge in den Datenbanken von globalen Plattformen zurück. Für die Unternehmer ist eine vollständige und relevante Unternehmensdarstellung auf diesen Plattformen daher essenziell.

  • Siri (Apple iPhone) – Daten ­kommen von Tripadvisor, Yelp, ­Booking.com
  • Google Home (Google Android) – Daten kommen von Google-My- Business-Einträgen
  • Cortana (Microsoft) – Daten kommen von der Bing-Suche
  • Alexa (Amazon) – Daten kommen von Yelp

Welche Daten sollten aktuell sein?

Damit die Sprachsuche zu einem gewünschten Ergebnis beim Benutzer und damit zu einem Restaurantbesuch führen, sind folgende Informationen von Bedeutung:
Kontaktdaten – E-Mail und richtige Schreibweise der Telefonnummer, damit mittels Sprachbefehl ein Anruf getätigt werden kann Lage/Anreiseinformation – damit die Navigationssoftware den Standort erkennt Bewertungen – werden von einigen Assistenten vorgelesen. Wenige Bewertungen oder Ratings unter 4,3 sollten zu einem Engagement in diesem Bereich führen Detailbeschreibungen – können zukünftig weitere Filteroptionen bieten.

Praxistipp

Wollen Sie wissen, wie die Spracherkennung in der Praxis umgesetzt wird? Hier haben wir eine Best-Practice recherchiert. 

 

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