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Ausbildung

12.05.2011

Modul University plant vier Seminare. Wien als Dreh- und Angelpunkt für Hotelentwicklungen erzeugt Aus- und Weiterbildungsbedarf.

Mag. Wolfgang Kleemann (Geschäftsführer Österreichische Hotel- und Tourismusbank), Prof. Dr. Dagmar Lund-Durlacher (Leiterin der Fakultät für Tourism & Hospitality an der MODUL University Vienna) sowie Diplom-Betriebswirt Michael Widmann (Managing Partner PKF hotelexperts Vienna) beleuchteten den Weiterbildungsbedarf von Führungskräften im Tourismus und präsentierten das neu entwickelte Weiterbildungsprogramm der Modul University

 Hierfür entwickelten die Experten der HTLacademy an der Modul University Vienna eigene Managementseminare für die Hotel-, Tourism- and Leisure Industry, die ab September 2011 starten; gleichzeitig wird das Weiterbildungsprogramm für Führungskräfte im Tourismussektor erweitert. „Die Kurse sollen nicht nur Basiswissen zu den einzelnen Themenkomplexen vermitteln, sondern die Teilnehmer mit den neuesten Entwicklungen in den jeweiligen Bereichen konfrontieren und die Herausforderung für die Zukunft aufzeigen", erklärt Dagmar Lund-Durlacher, Modul University Vienna.

Weiterbilden, um zu führen


Modul University plant Seminare der HTLacademy, da höhere Hotelinvestitionen erhöhten Weiterbildungsbedarf im Tourismus erzeugen

Die Drei-Tages-Kurse folgen einem interaktiven und innovativen Format: „Der Team-Teaching-Ansatz von Akademiker und Praktiker ermöglicht den Seminarteilnehmern, sowohl Methoden und Konzepte theoretisch zu behandeln als auch die direkte Umsetzung praktischer Fallbeispiele mit Experten aus der Wirtschaft und den regen Kontaktaustausch", so Lund-Durlacher. Vorerst sind 4 Seminare der HTLacademy, inklusive Rahmenprogramm mit Paneldiskussionen oder Exkursionen in Betriebe geplant. Das Angebot soll in den nächsten 5 Jahren auf 25 Kurse pro Jahr ausgeweitet werden, die unterschiedliche Bereiche der Hotel- und Tourismuswirtschaft abdecken werden, vor allem die Bereiche Finanzmanagement, Marketing und Social Media.


Niedrigere Belegung

In Wien wird derzeit darüber diskutiert, welches Fünf-Sterne-Hotel demnächst eröffnet, beziehungsweise, welche Luxuskette nun doch nicht kommt. „In Sachen Hotelentwicklungen ist Wien nach London inzwischen die wichtigste Stadt Europas, obwohl bekannte Luxushotelketten wie Ritz-Carlton, Hyatt oder Four Seasons noch fehlen. Die Masse der Neuzugänge betrifft nicht die Nobelherbergen. ShangriLa wird kein ShangriLa und die schon mehrmals angekündigte Bekanntgabe des Betreibers der künftigen Nobelherberge am Hof ist bis heute nicht erfolgt", erklärt Michael Widmann, PKF Hotelexperts. Neue Impulse, so versichert er, bringen vor allem hippe Designhotels. Immer mehr Hotels würden auf Design außerhalb des Mainstreams setzen. Als Beispiel dafür nennt Widmann das neue „25hours", das mit seinen knapp 20 Quadratmeter großen Zimmern einem Zwei-Sterne-Produkt entspricht und durchaus Zimmerpreise eines Vier-Sterne-Hotels verlangen kann. Laut aktuellen Berechnungen der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) wird sich die Zahl der Gästebetten in Wien von derzeit 27.000 auf 32.100 im Jahr 2013 erhöhen.

„Es droht eine Kannibalisierung. Problematisch werde diese, wenn sie über den Preis und nicht über die Qualität ausgetragen wird. Die Zimmerpreise könnten sinken. Und um die im internationalen Vergleich gute Auslastung zu halten, müssten die Nächtigungen von derzeit knapp über 10 Millionen auf 13 Millionen ansteigen", meint Mag. Wolfgang Kleemann, ÖHT. „Wien bewegt sich im internationalen Vergleich bei den Zimmerpreisen im unteren zweiten Drittel und arbeitet sich langsam nach oben. Im Luxushotel Georges V. in Paris kostet das Zimmer rund 1.000 Euro pro Nacht. Hierzulande können die Nobelhäuser 350 Euro verlangen – 400 Euro sind eine realistische Größe. Die Luxushotelmarken, die am Sprung nach Wien sind, können von Zimmerpreisen zwischen 700 und 800 Euro nur träumen. Sie können einen Nettozimmerpreis von 400 Euro erzielen. Kempinski & Co werden kaum beim Preis-Dumping mitmachen, werden aber mit niedrigeren Belegungen leben müssen", ist Widmann überzeugt. Irene Stelzmüller

 

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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