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Künftige Reisefachleute: Lehrlinge bei Ruefa, teilweise schon ausgelernt mit Auszeichnung.

Ausbildung mit Spaß

24.11.2015

Ruefa hat den Preis der WKW für die beste Lehrlingsausbildung bekommen. Was macht die Ausbildung der Verkehrsbüro Group preiswürdig?

 

Es geht ja doch: Viele Tourismusbetriebe bekommen keinen qualifizierten Mitarbeiter mehr. Die deutschen „Gastarbeiter“ arbeiten lieber wieder zu Hause, weil es auch dort mehr Jobangebote als Jobgesuche gibt. Also muss Österreich selbst für qualifizierten Nachwuchs sorgen. Und das passiert. Die Villa Blanka in Innsbruck hat gerade 43 Lehrlingsausbilder ins Berufsleben entlassen. Auch das ist wichtig: Die Ausbildung kann und muss besser werden, noch näher an die sich ständig ändernde Realität im Gastgewerbe und in der Touristik heranrücken. Und man muss wohl die Lehrlinge, die zwischen 15 und manchmal auch 25 Jahre alt sind, richtig „ansprechen“, „abholen“.

Selbstbewusstsein trainieren

Genau das tut Ruefa. Deshalb wurde das Team von Yasmin Aziz, der Leiterin Personalentwicklung/Recrui-ting in der Verkehrsbüro Group, zu der Ruefa gehört, ausgezeichnet: Die Gruppe bildet 150 Lehrlinge in fünf Lehrberufen aus: Reisebüroassistent/-in, HGA, Konditor/-in, Koch/-in, Restaurantfachkraft und bald auch den neuen Hotelkaufmann/-frau. Ein Einstieg ist jederzeit möglich. Die Ausbildung im Bereich Hotel und Gastronomie läuft unter dem Dach der Austria Trend Lehrlingsakademie, die für Reisebüroassistenten wird durch ein von Sabine Polt betreutes Juniorprogramm begleitet. Das Besondere ist sicher, dass nicht nur auf fachliche Qualitäten geachtet, sondern auch stark auf persönlichkeitsbildende Schulungen gesetzt wird. Dafür gibt es verpflichtende Trainings mit externen Experten, die die Stärken der jungen Leute herausarbeiten und ihr Selbstbewusstsein steigern. Auch die Kommunikationsfähigkeit wird trainiert. 
Kann man das wirklich lernen? „Man kann Impulse setzen, die jungen Leute werden sensibilisiert“, sagt Aziz. Es gibt auch Konflikttrainings, die passenderweise „Keep cool“ heißen. Oder Kurse zum Zeit- und Selbstmanagement. Darüber hinaus lernen die jungen Touristikexperten in Seminaren verschiedene Zielländer kennen. „Unsere Lehrlinge fühlen sich durch solche Extrakurse wertgeschätzt. So etwas können kleinere Betriebe natürlich häufig nicht bieten“, sagt Aziz. Die Verkehrsbüro Group bietet das schon seit mehr als 15 Jahren an. „Gerade die Persönlichkeitsentwicklung wird immer wichtiger, vor allem in der Hotellerie“, sagt Aziz. „Höflichkeit kann man nicht mehr selbstverständlich voraussetzen.“ Aziz und Polt bemühen sich auch um eine jugendgerechte Didaktik, in der Hotellerie und Gastronomie sind die Lehrlinge oft wirklich noch sehr jung. Andererseits darf man die älteren Lehrlinge nicht unterfordern, die brechen oft ab und gehen an eine FH oder eine Tourismusschule. 

Die Welt sehen

Im Bereich HGA gibt es ausreichend Bewerbungen, bei Koch und Restaurantfachmann sieht es weniger gut aus. „Der Hype um die TV-Köche ist vorbei“, sagt Aziz, „die Realität ist härter.“ Yasmin Aziz kommt selbst aus der Hotellerie und erinnert sich gerne an ihre Ausbildung im Hotelrestaurant: „Das hat Spaß gemacht, und es gab auch ordentlich Trinkgeld.“ Leider sei das heute nicht mehr so, viele Hotels böten nur noch Frühstück oder Catering bei Kongressen an, da gehe es nur noch ums Servieren, und Trinkgeld gebe es auch keins. Aziz meint sogar, das klassische Kellnergewerbe, das wir aus dem Kaffeehaus kennen, sei am Aussterben.
Ein weiterer Vorteil der Ausbildung innerhalb eines Konzerns ist die Möglichkeit zu rotieren. Wer zum Beispiel bei Ruefa lernt, schnuppert auch beim Reiseveranstalter Jumbo rein, beim Bahn- und Fährcenter oder in der Business-Travel-Abteilung. Und nach der Lehre? Bleiben die Lehrlinge in den Betrieben? Bei Ruefa, ja: „Die wir wollen, bleiben – meistens“, sagt Sabine Polt. Die aus dem Gastgewerbe heuern immer noch gerne auf einem Kreuzfahrtschiff an oder gehen auf Saison oder ins Ausland. Sie wollen die Welt sehen, und dafür ist ihr Beruf ja auch ideal geeignet. „Wir im Tourismus gestalten die schönste Jahreszeit anderer Menschen“, sagt Aziz. „Wir bieten einen Beruf mit Gefühl. Wer Emotionen bei seinen Kunden erzeugen will, ist bei uns richtig.“ Ihre Kollegen Sabine Polt fügt hinzu: „Aber man muss bereit sein, Dienstleistung ernst zu nehmen und zu leben. Das muss ich wirklich gern tun, sonst bin ich in dieser Branche falsch. Leider sind solche Werte heute nicht mehr besonders hoch angesehen. So wie ich selbst behandelt werden möchte, so sollte ich auch Gäste und Kunden behandeln.“

Info:
Die Verkehrsbüro Group ist 
Österreichs führender Tourismuskonzern und seit über 95 Jahren erfolgreich und beschäftigt 3.034 Mitarbeiter.  
Informationen zum Unter-
nehmen & Lehrausbildung:
www.karrierevielfalt.at
Bewerbungsmöglichkeiten:
E karriere@verkehrsbuero.com

 

Autor/in:
Thomas Askan Vierich
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