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Ausgezeichnete Café-Konditoreien

16.11.2004

Jacobs und Gault Millau vergeben heuer zum insgesamt sechsten Mal die maximale Würdigung für eine österreichische Café-Konditorei: Die goldene Kaffeebohne.

Kaum jemals hat eine Einrichtung zur Geselligkeit, Kultur und zum Zeitvertreib eine solche zeitliche und räumliche Ausdehnung und Popularität erfahren, wie sie das österreichische Kaffeehaus von der Jahrhundertwende bis zur Gegenwart erlebte Literatur, Kunst und Lebensstil – so etwa lässt sich der Begriff „Kaffeehaus“ übersetzen:

Es ist ein Ort des Sinnens und Denkens, des Gesprächs und der Begegnung, aber auch des Spiels und der Kurzweil. Ein Ort an dem man sich wohl fühlt, es ist traditionelle Heimstätte der Kunst und es ist, nicht zuletzt, ein typisches Stück Österreich, das aus der Vergangenheit besteht, das sich in der Gegenwart bewährt und in Zukunft noch mehr Freunde gewinnen wird. Die Erhaltung und Bewahrung dieser speziellen Tradition österreichischer Gemütlichkeit honoriert Kraft Foods Österreich, größter Anbieter bei Kaffee und in allen Segmenten vertreten, Jahr für Jahr mit der Verleihung der Goldenen Kaffeebohne.

Qualität und Angebot
Zum sechsten Mal wird heuer in jedem österreichischen Bundesland das Kaffeehaus oder die Café-Konditorei des Jahres mit dieser hochbegehrten Auszeichnung bedacht. Was für die Stars der Filmwelt der Oscar ist, ist in der Welt der gemütlichen und niveauvollen Cafés für Gastronomieunternehmen die Goldene Kaffeebohne. Beide Auszeichnungen sind, weil Auszeichnungen für Höchstleistungen, miteinander vergleichbar: Der Oscar steht für hervorragende Leistungen im Bereich der Filmkunst, die Goldene Kaffeebohne ist der höchste kulinarische Award für Kaffee in seinen typischen Varianten, sowie für Kuchen, Torten, Mehlspeisen, die weltweit unter dem Begriff „Viennoiserie“ bekannt sind, aber auch für hausgemachte Schokoladespezialitäten.Österreich ist ein Land mit großen Traditionen, in denen – unter anderem – die Kaffee-Kultur stets einen sehr hohen Stellenwert hatte. Um dieses wertvolle Kulturgut – gewissermaßen ein Spiegelbild unserer Gesellschaft – auch für die Zukunft zu bewahren, haben Gault Millau und Jacobs gemeinsam die Auszeichnung die Goldene Kaffeebohne für die Café-Konditorei des Jahres geschaffen und diese erstmals 1999 auf Empfehlung der Gault Millau Redaktion an die würdigsten Repräsentanten in den neun Bundesländern vergeben. „Bei den vorangegangenen Recherchen zeigte sich, dass die Qualitätsstandards sehr unterschiedlich waren und man vielerorts von Stagnation, aber auch Resignation, Qualität und Angebot betreffend, sprechen musste.

In einzelnen Regionen wurde schnell eine Wende spürbar“, meint Gault Millau Herausgeber Michael Reinartz und erkennt eine Trendumkehr: „Neuerdings sieht man nicht mehr im Dumping-Angebot der Supermärkte mit ihren überdimensionierten, Kuchen und Krapfen, die primäre Konkurrenz sondern die qualitätsorientierten Kollegen.“ Diese Erfahrungen beziehen sich vor allem auf die verschiedenen Varianten des Kaffees, aber auch auf die Vielfalt von Kuchen, Mehlspeisen und Torten. Ebenso auf Schokoladen und Pralinen, soweit diese noch hausgemacht und von besonderer Güte sind. „Zum neuen Selbstbewusstsein der Cafetiers und Konditoren trägt sicher der Umstand bei, dass sich die ausländischen Coffee-Shops nicht etablieren konnten, wie die Branche befürchtet hatte“, betont Michael Reinartz anlässlich der Verleihung der Goldenen Kaffeebohne in der Bank Austria Halle im Gasometer in Wien.

Die Trophäe
Die Goldene Kaffeebohne ist nicht nur ein symbolischer Preis, sondern eine Trophäe in Form einer stilisierten Kaffeebohne, die in jedem Lokal einen schmucken Platz findet. Überreicht wurden sie den Siegern im Rahmen einer feierlichen Gala am 30. September 2004 von Gault Millau-Herausgeber Prof. Michael Reinartz und Dr. Peter Reinecke, Generaldirektor Kraft Foods Österreich.

Die Auswahl der neun Bundeslandsieger erfolgte durch 35 unabhängige Gault Millau-Tester, die seit Anfang des Jahres Café-Konditoreien in ihrem Bundesland auf Vielfalt und Qualität des Kaffees, der Torten und Kuchen sowie des Kleingebäcks geprüft haben. Aus jedem Bundesland wurden drei Kandidaten in die engere Wahl gezogen. Diese insgesamt 27 Betriebe wurden schließlich von zwei Testern noch einmal in Augenschein genommen und der jeweils Beste in einem Bundesland ausgewählt.

Österreichische Kaffeehauskultur
Einer der Höhepunkte des Abends ist die Verleihung des Ehrenpreises - die Auszeichnung für „Österreichische Kaffeehauskultur“ – in besonderer Würdigung für die Bewahrung und Erhaltung der österreichischen Kaffeekultur an das Café Sperl, Wien. Das traditionsreiche Kaffeehaus wurde 1880 erbaut und war von Beginn weg „Lebensraum“ für berühmte und weniger berühmte Architekten, bildende Künstler, Musiker und Schauspieler. Seit 1968 ist das Café Sperl im Besitz von Manfred Staub, der es über die Jahre geschafft hat, Alt und Neu in einem harmonischen Miteinander zu vereinen und die Tradition des typischen österreichischen Kaffeehauses am Leben zu erhalten.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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