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In manchen Betrieben betragen die Vertriebskosten bereits 15 Prozent des Umsatzes.

Auslastung ist teuer erkauft

19.05.2016

Der Wegfall der Bestpreisklausel wird sich positiv auf die Hotelbetriebsergebnisse auswirken, sagt Daniel Orasche von Kohl & Partner. Allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Wie groß die Herausforderungen (vor allem die finanziellen) für die Hotellerie im Zusammenhang mit Vertriebsfragen sind, lässt sich am aktuellen Hotelmarktreport Wien 2016 von Kohl & Partner ablesen. Bekanntlich hat das Nächtigungsplus die Zimmerauslastung in der Wiener Hotellerie auf fast 72 Prozent gehievt. Auch bei den Zimmerpreisen setzt Erholung ein – wenn auch auf einem Niveau, das höher sein könnte. Der RevPar stieg um rund acht Prozentpunkte (57,7 Euro). 
Aber wo Licht, da auch Schatten: Denn die Vertriebskosten für Buchungsplattformen bzw. Vertriebszwischenhändler sind deutlich gestiegen. Das hat zur Folge, dass höhere Auslastungen und Logiserlöse in einigen Betrieben gar nicht ankommen. In manchen Betrieben betragen die Vertriebskosten bereits 15 Prozent des Umsatzes, so Kohl & Partner. Wird ein Wegfallen der Bestpreisklauseln für Entspannung sorgen? 

Bestpreisklausel

„Ja, der Wegfall der Bestpreisklausel wird sich positiv auf die Hotelbetriebsergebnisse auswirken“, sagt Daniel Orasche, Geschäftsleiter von Kohl & Partner Wien gegenüber der ÖGZ. Voraussetzung dafür sei aber, dass Hoteliers auch direkte, unkomplizierte und sichere Buchungsmöglichkeiten bieten, ins Stammgastmarketing investieren (die Stammgästebindung wird in Zukunft essenzieller denn je), OTAs auch als Marketingtools erkannt werden, und auch zu wissen, dass der Vertrieb auch weiterhin Geld kosten wird. Hotelmarktreport (pdf): bit.ly/1smyrTN

Autor/in:
Alexander Grübling
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