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Ein erkalteter Tee oder Kaffee ist keine Cold-Brew-Variante.

Ausprobieren: Kalter Kaffee und Tee

26.02.2016

Kaltgebrüht: in der jungen, urbanen Coffeeshop- und Caffè-Bar-Szene immer angesagter.

Beim Cold-Brew-Verfahren wird das Kaffeepulver meist in einer speziellen Kanne in kaltes Wasser „eingetaucht“ und stehen gelassen. Das langsame Extrahieren der Inhaltsstoffe sorgt für weniger Säure, mehr Aroma und eine runde, süßliche Note. Der Kaffee kann pur getrunken werden, über Eiswürfel gegossen oder mit Milch und Obers gestreckt werden. Der „cold brewed coffee“ kann problemlos über Nacht im Kühlschrank zubereitet werden, wird aber auch als fertiges Konzentrat angeboten.
Kaltgebrühter Tee
Auch kaltgebrühter Tee wird mit kaltem Wasser aufgegossen bzw. ausgelaugt, wofür es mehrere Methoden gibt, die auch für Kaffee gelten:

- Der Tee wird in einer herkömmlichen Kanne mit kaltem Wasser zubereitet und kommt für acht bis zehn Stunden in den Kühlschrank.

- Oder er wird in speziellen Eistee-Kannen angesetzt: Der „Pitcher“ oder „Pot“ besteht aus einem Filter-Innenteil, in den der getrocknete Tee kommt. Auch nach dem Auffüllen mit Wasser kommt der Pot in den Kühlschrank. 

- Eine Besonderheit stellen Flaschen oder Kannen dar, in denen der Tee frei schwimmen kann. Nach der Extraktion im Kühlschrank (ca. 5–6 Stunden) wird der Tee über einen kombinierten Filterverschluss-Deckel ausgeschenkt.

Auch die Cold-Brewed-Tees sind fast immer sehr mild und weich, aromareich und leicht süßlich, da weniger Gerbstoffe aus dem Tee ausgelaugt werden. Das Koffein hingegen ist auch kaltwasserlöslich. Die Zubereitungsart eignet sich für fast alle Teesorten. 

Kein kalter Kaffee

Ein erkalteter Tee oder Kaffee ist keine Cold-Brew-Variante, weil er mit warmen Wasser gebrüht wurde. Auch kalte Fertigdrinks (RTD) sind keine Cold-Brew-Getränke. Das Spezielle am Cold-Brew ist, dass der Tee oder Kaffee durch das Kaltbrühen eine andere Zusammensetzung der Inhaltsstoffe erhält. Eine Besonderheit des Cold-Brew ist allerdings der Cold-Drip-Kaffee. Hier wird das Mahlgut langsam beträufelt und gefiltert – alternativ auch über Eiswürfel (ice dripped coffee). Das Ergebnis ist ein Kaffee, der als besonders mild und aromareich gilt.  

Autor/in:
Martin Kienreich
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