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Bar & Disco

14.11.2003

In Steyr eröffnete im November 2003 die bereits neunte Nachtschicht in Österreich. Alle Betriebe funktionieren nach dem gleichen strengen Konzept, das überall genau eingehalten wird. Dadurch ergeben sich für die Betreiber neue Vermarktungschancen.

Unglaubliche 450.000 Jugendliche besuchen Monat für Monat eines der zur Nachtschicht-Gruppe gehörenden Lokale. Als Andreas Schutti 1995 die erste Nachtschicht in Graz eröffnete, war so ein gewaltiger Erfolg natürlich nicht vorherzusehen.
Am Grundkonzept der Nachtschicht hat sich bis heute nichts geändert. Schon die erste Nachtschicht in Graz war nicht eine Großdisco, sondern drei Discos unter einem Dach.

Konzept: drei Discos in einer
„Jedes Lokal ist rund 2.500 Quadratmeter groß und bietet drei verschiedene Disco-Bereiche. Einen mit ‚Skihütten‘-Atmosphäre, wo zu bekannten Hits auch mitgesungen wird, eine ‚Soul-Bar‘ mit Plüschsofas und etwas weniger lauten Musik sowie die Hauptdisco, wo zu den aktuellen Hitparadenhits Vollgas gegeben wird“, erklärt Nachtschicht-Marke-ting Chef Christian Pargfrieder. Für zusätzlichen Umsatz sorgt eine zentrale Piazza, wo es auch Pizza und Snacks gibt.

Mit dieser räumlichen Gestaltung wird erreicht, dass niemand die Nachtschicht verlassen muss, etwa weil er Hunger hat oder sich mit seiner Begleitung in einen etwas ruhigeren Bereich zurückziehen will.
Aber auch im Backoffice-Bereich, der den Gästen verborgen bleibt, wird professionell gearbeitet. Damit gewährleistet bleibt, dass alle Nachtschicht-Betriebe gleich funktionieren, treffen sich die Mitarbeiter der einzelnen Bereiche – Betriebsleiter, DJs, Security, Kellner/Barkeeper – einmal wöchentlich und besprechen das vergangene und das kommende Wochenende. „So gelingt es uns eventuell auftretende Probleme rasch aus der Welt zu schaffen und den gleichen Qualitätsstandard in allen Betrieben aufrecht zu halten. Außerdem sind diese Treffen natürlich auch für den Teamgeist enorm wichtig“, erklärt Pargfrieder.

Einheitlicher Auftritt ermöglicht vielfältige Vermarktung
Dass die Nachtschichtlokale um einen einheitlichen Auftritt bemüht sind, hat aber nicht nur Gründe der Qualitätssicherung. Immer wichtiger wird die Vermarktung der Nachtschicht für die klar umrissene Zielgruppe der 16- bis 25-jährigen.
„Markenartikler, die diese Zielgruppe ansprechen wollen, finden in der Nachtschicht den optimalen Partner für eine multimediale und vor allem direkte Kommunikation“, erklärt Pargfrieder dieses Geschäftsfeld.

Das Nachtschicht-Team organisiert nicht nur Produktpräsentationen, Modeschauen und Ähnliches, jedoch immer stimmige Veranstaltungen in den Lokalen. Genauso wichtig ist die Produktwerbung über Print auf den Flyers bzw. im monatlich erscheinenden Monatsprogramm „Night Shift“ und die Präsenz auf der interaktiven Website der Nachtschicht (www.nachtschicht.at) mit mehr als 175.000 Besuchern pro Monat sowie das Einspielen von Werbebotschaften auf den zahlreichen Monitoren bzw. der riesigen Video-Wall, die in jedem Nachtschicht-Lokal für optische Reize sorgt.
Pargfrieder: „Wir entwickeln für unsere Werbepartner maßgeschneiderte Konzepte, die durch ihre umfassende Präsenz in der gewünschten Zielgruppe österreichweit wirkt. Durch die vielfältigen Kanäle kommt es zu keinen Abnützungseffekten, die Gäste fühlen sich also nicht belästigt.“

Sorgenfreie Unterhaltung, Abfeiern und Tanzen
Events, aber auch Life-Acts dauern nie länger als zwanzig Minuten. Schließlich kommen die jungen Gäste ja in erster Linie zum Tanzen und Abfeiern.
Damit den Besuchern die Nachtschicht nicht langweilig wird, werden die Tage mit unterschiedlichen Themen und aufwändigen Inszenierungen sowie wechselnden Musikrichtungen bespielt. Die offiziellen Starmania-Partys finden hier genauso statt wie Dance Performances, Duschcontests („Wet Wednesday“), Schaumparties oder Limbo-Show-Wettbewerbe.

In der Nachtschicht wird aber nicht nur Musik gespielt, sondern auch gemacht. Bisher wurden mehr als 400.000 CDs der jeweils aktuellen Nachtschicht-Compilation verkauft. Auch das ist ein nicht zu unterschätzender Zusatzumsatz, der gleichzeitig die Marke „Nachtschicht“ stärkt. Einer der Hits des vergangenen Sommers („Ab in den Süden“) wurde überhaupt von Nachtschicht-DJs („Buddy vs. DJ The Wave“) produziert. So schafft man sich seine Stars, die dann durch die anderen Nachtschicht-Discos touren, sozusagen selbst.
Bislang hat noch jede neue Nachtschicht funktioniert. Nach der Eröffnung in Innsbruck im September wurde vergangene Woche die Nachtschicht in Steyr aufgesperrt, Villach und eine neue Nachtschicht in Graz folgen noch heuer.

Ein Grund, wieso bisher noch jede Nachtschicht funktioniert hat, liegt in der strengen Konzepttreue. Unter den 2.500 Quadratmetern funktioniert das Konzept nicht, was aber nicht heißt, dass man die Finger gänzlich von solchen Standorten lässt. Unter den Namen „Mausefalle“ und „Hasenstadl“ werden in Innsbruck, Schwaz, Lienz und Salzburg kleinere, weniger aufwändig gemachte Diskotheken betrieben.
Info: www.nachtschicht.at

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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