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Der Winter ist da. Das Stubaital (Bild) und die anderen Destinationen rechnen mit einer Rekordsaison.

Begründeter Optimismus

16.11.2017

Früher Schnee, gute Feriensetzung und Europas Konjunkturmotor sprechen für einen Rekordwinter.

Optimismus zählt in der Tourismusbranche zu den Grundtugenden. Gerade vorm Saisonstart wird traditionell eine positive Stimmung beschworen, die eine zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung werden soll. So zeigten sich auch die Vertreter der Branche vor der Presse im schneefreien Wien in bester Stimmung. Kein Wunder, in den höher gelegene Skigebieten laufen bereits die Lifte an. Es zeichnet sich ein sehr früher Saisonstart ab. Und es gibt noch weitere Indikatoren, dass die 68,8 Millionen Nächtigungen der Vorsaison zu einem neuen Höchstwert übertroffen werden.  

Kurzfristige Buchungen

ÖW-Geschäftsführerin Petra Stolba führt die bessere Feiertagslage in der kommenden Saison an. Vergangenen Winter hatte das ungünstige Fallen von Weihnachten und Ostern vor allem im wichtigen deutschen Markt zu einem leichten Rückgang geführt. Stolba: „Genaue Prognosen sind schwierig, weil wetterabhängig.“ Fakt ist, dass immer kurzfristiger gebucht wird. Grund zum Optimismus gibt es trotzdem. Das zeigen die Daten der ÖW-Außenbüros. In fast allen europäischen Ländern legte das Wirtschaftswachstum zuletzt deutlich zu. Das sollte Auswirkungen auf den Konsum haben und wie viel für den Urlaub ausgegeben wird.

Dass bei steigenden Liftpreisen in Österreich (rund 2-3 Prozent), aufgrund des schwächeren Frankens, die Schweiz den heimischen Gebieten in großem Stile Gäste abspenstig macht, glaubt Stolba nicht. „In Sachen Preis-Leistung haben wir sicher die besseren Argumente als die Schweiz“, sagt sie der ÖGZ und zitiert eine Studie. Demnach sehen selbst die Schweizer Gäste Österreich in Sachen Gastfreundlichkeit vor ihrem Heimatland.

Nummer eins

582 Millionen Euro investierten die österreichischen Seilbahnunternehmen bis zum Saisonstart. 280 Millionen fließen in die Attraktivierung der Angebote. „Wir setzten in den vergangenen Jahren neue Highlights in Sachen Erlebnis, Unterhaltung, Infrastruktur und Sicherheit und setzen damit wieder neue Maßstäbe im internationalen Vergleich“, meint Franz Hörl, Obmann des Fachverbandes der Seilbahnen in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO). Hörl, der öfters mit Naturschützern im Clinch liegt, betonte, die politische Bekenntnis, dass keine neuen Gebiete erschlossen würden, sondern bestehende ausgebaut, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Mit einem Kassenumsatz von rund 1,3 Milliarden Euro sind die österreichischen Seilbahnen die Nummer eins in Europa.

Um die Erfolgszahlen abzusichern, werde gezielt investiert, um die Jugend auf die Pisten zu holen, wie Erik Wolf, der Geschäftsführer des Fachverbandes der Seilbahnen in der WKO erklärt. Das Argument, dass Skifahren immer unerschwinglicher werde, stimme nicht. Durch gezielte Rabatte für Junge spreche man gerade diese Zielgruppe mit attraktiven Angeboten an. 

Autor/in:
Daniel Nutz
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