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Bei uns gibt es Arbeit: Bitte kommen

18.11.2005

Mittels Erlass hat Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein das Arbeitsmarktservice (AMS) angewiesen, in Hinkunft bei der Zulassung von Saisoniers noch restriktiver als bisher vorzugehen.

Bei fast 50.000 Arbeitslosen im Tourismus müsse öfter als bisher die Vermittlung von Arbeitssuchenden aus Österreich auf freie Plätze erfolgen, damit diese Vorrang vor der Zuteilung von Saisoniers erhalten. Das so genannte Ersatzkraftverfahren sei in jedem Einzelfall auch tatsächlich durchzuführen und zu dokumentieren. Die seit 2005 geltenden neuen Zumutbarkeitsregeln eröffnen zudem bessere Vermittlungsmöglichkeiten von Arbeitssuchenden, auch über Berufs- und Landesgrenzen hinweg, als bisher.
„Gerade noch rechtzeitig“
So kommentiert der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, Johann Schenner, die Zuteilung der saisonalen Arbeitskräfte für die kommende Wintersaison. „Es sind um zehn Prozent weniger. Wir müssen versuchen, damit auszukommen. Das reduzierte Kontingent kann nur reichen, wenn es dem AMS gelingt, noch mehr Beweglichkeit in den Arbeitsmarkt zu bringen. Hier muss auch der Arbeitslose selbst mithelfen und über einen größeren Schatten springen, als dies vom Gesetz her verlangt werden kann“, betont Schenner. „Wir haben auch für eine Menge weniger qualifizierte Arbeitskräfte Platz. Der Wille ist entscheidend und ein Aufstieg durch Qualifizierung möglich.“
Das Kontingent wird 7.140 (2004/05: 7.939) Saisonarbeitskräfte umfassen. Zusätzlich dazu wurde für höher gelegene Schigebiete bereits ein Kontingent von 865 Personen bewilligt.
Erfreuliche Vorschau
„Die touristische Großwetterlage stimmt mich für den rot-weiß-roten Wintertourismus optimistisch. Dazu kommt, dass die Buchungen für die Wintermonate bereits gut angelaufen sind“, zeigt sich Schenner überzeugt davon, dass auch in diesem Winter der „Beschäftigungsmotor Tourismus“ wieder voll auf Touren kommen wird.
„Inländische bzw. bereits im Inland befindliche Arbeitskräfte sind bei uns natürlich die erste Wahl. Können Stellen auf diese Weise nicht besetzt werden, müssen wir auf zusätzliches, befristet beschäftigtes Personal zurückgreifen können. Dies ist ein seit Jahren gut eingespielter Vorgang, der allen Seiten Vorteile bringt – nicht zuletzt den sonst zu sehr belasteten ständigen Mitarbeiter“, fasst Schenner zusammen.
Gewerkschaft begrüßt Kürzung
„Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung“, lobt Rudolf Kaske, Vorsitzender der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD), die Kürzung des Kontingents. Um eine nachhaltige Beschäftigung von In- und Ausländern zu sichern, seien jedoch weitere Schritte notwendig. Kaske: „Auch wenn das Saisonierkontingent gesenkt wird, gibt es genügend Bedrohungspotential für den heimischen Arbeitsmarkt wie z. B. illegale Beschäftigung, Grenzgänger- und Praktikanten-Abkommen.“

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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