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Beim Fleisch zählt Qualität

27.01.2006

Auch die Vogelgrippe brachte keine Änderung der Ernährungsgewohnheiten der Österreicher.

Im Zuge der RollAMA Motivanalyse wurde Ende vergangenen Jahres – vor dem Hintergrund möglicher Vogelgrippefälle – unter 400 Konsumenten das Kaufverhalten bei Fleisch abgefragt. Das Vertrauen in Qualitätsware wurde allgemein bestätigt, Frische als wesentliches Argument angeführt. In der Zubereitung des Fleisches sind die Österreicher weiterhin traditionell. Das Schnitzel bleibt das Lieblingsgericht fast jedes zweiten Österreichers. Besonders Geflügel gilt als gesund, fettarm und einfach in der Zubereitung.
Angesichts der jüngsten Umsatzentwicklungen im Biobereich ist augenscheinlich, dass Konsumenten bei der Kaufentscheidung auch immer mehr auf Bio achten. Waren es 2001 noch 65%, für die Bio ein kaufentscheidendes Argument war, so sind das heuer bereits 77%, die genau zwischen „Bio“ und „Nichtbio“ unterscheiden.
Schnitzel am beliebtesten
Der Österreicher liebt sein Schnitzel nach wie vor, egal von welcher Fleischart. 44% der Österreicher, also fast jeder zweite, bezeichnet dieses Traditionsgericht als seine Lieblingsspeise, gefolgt vom klassischen Schweinsbraten, von Rindsbraten und faschierten Laibchen. Eher im abgeschlagenen Feld landen da Geschnetzeltes und exotische Gerichte. Unter den Geflügelgerichten bleibt das Brathendl der klare Sieger, gefolgt von Backhendl. Von allen Fleischsorten wird das Rind am ehesten für besondere Anlässe und an Fest- und Feiertagen, wie z. B. Weihnachten, bevorzugt. Am Höhepunkt der Berichterstattung rund um die Vogelgrippe gaben 83% der Befragten an, dass dies ihr Ernährungsverhalten nicht verändern wird und sie weiterhin Hühner- und Putenfleisch konsumieren werden. Zwischen 7% und 10% wollten den Konsum von Geflügel etwas zurücknehmen. Lediglich 4–5% wollten in dieser Zeit bewusst auf Geflügel verzichten.
Herkunfts-Siegel gefordert
Rund 86% der Konsumenten wünschen sich allerdings ein verlässliches Qualitäts-Herkunfts-Siegel bei Hühnerfleisch. Besonders groß ist dieser Wunsch mit 90% in der Altersgruppe der 30–50-jährigen, also in der Gruppe der Eltern mit kleineren Kindern.
„Im Bezug auf die Vogelgrippe wurde nunmehr Entwarnung gegeben. Aber auch am Höhepunkt der Vorsorgeaktivitäten haben sich die Österreicher den Appetit auf Hendl & Co nicht verderben lassen. Zu beobachten ist, dass in heiklen Situationen bevorzugt zu kontrollierter Qualität mit klarer Herkunftsauszeichnung gegriffen wird. Zu solchen Produkten hält das Vertrauen nahezu ungebrochen auch in Zeiten der Verunsicherung. Wir fühlen uns dadurch in unseren Aktivitäten rund um das AMA-Gütesiegel und für unabhängig kontrollierte Qualitätsprodukte mit nachvollziehbarer Herkunft bestätigt“, so AMA-Fleisch-Manager DI Rudolf Stückler.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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