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Beratertage für alle Gastronomen

15.04.2010

„Das österreichische Tabakgesetz ist nicht so schlecht, wie es scheint“, so Spartenobmann Josef Bitzinger. In drei Monaten ist es so weit: Lokale, die aktuell noch in der Übergangsfrist sind, müssen bis 30. Juni 2010 entscheiden (wenn sie es nicht schon getan haben), ob sie zu einem Nichtraucherlokal werden wollen oder nicht.

Mehr als 1.500 Unternehmer müssen ihr Lokal sogar nach gewissen Maßstäben umbauen, um ihren Gästen weiterhin einen Raucherbereich zu bieten.

Österreich hat mit dem Tabakgesetz eine gute Lösung gefunden
Das Tabakgesetz wird in den Medien ständig kritisiert. Der Vergleich mit anderen Ländern, in denen ein vollkommenes Rauchverbot „problemlos“ eingeführt wurde, wird oft herangezogen, wobei dies so nicht stimmt.

„Ein absolutes Rauchverbot ohne irgendwelche Ausnahmen gibt es in fast keinem europäischen Land. Man betrachte nur Deutschland: In jedem Bundesland gibt es eine andere Regelung“, so Komm.-Rat Ing. Josef Bitzinger, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft Wien. In Baden-Würtemberg, Berlin, Bremen, Hamburg und Nordrhein-Westfahlen ist das Rauchen in abgetrennten Raucherräumen weiterhin erlaubt. Im Saarland gibt es überhaupt eine Ausnahmeregelung, wonach in Gaststätten mit einem Schankraum unter 75 Quadratmeter das Rauchen generell erlaubt ist. In Sachsen-Anhalt darf in Nebenräumen von Diskotheken geraucht werden. In Bayern darf in Festzelten uneingeschränkt geraucht werden.

„Das Nichtrauchergesetz in Österreich ist ein politischer Kompromiss, der von einem breiten politischen Konsens getragen wurde. Das Gesetz ist eine vernünftige Regelung und wird von den Gastronomen akzeptiert. Nur die Verunsicherung, ob das Gesetz so halten wird, macht uns zu schaffen. Oder möchten Sie, wenn Sie sich ein neues Haus bauen, ständig Sorgen machen, ob dieses in sechs Monaten noch steht?“, so Bitzinger.

Beratertage für alle Gastronomen, die Fragen rund um das Tabakgesetz haben
Für Gastronomen, die sich für einen Umbau entschlossen haben, ist die Lage nicht leicht. Neben den Kosten ist der Aufwand eines Umbaus nicht zu unterschätzen. Hier bietet die Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft Unterstützung an. An vier Terminen (21. und 23. April 2010 sowie am 10. und 11. Mai 2010) können Unternehmer ein umfassendes Beratungsangebot in Anspruch nehmen. Drei Beratungsschwerpunkte werden angeboten.
 
Erstens stehen Experten zu Fragen wie der rechtlichen Situation, der richtigen Kennzeichnung, der Möglichkeiten für Ein- bzw. Mehrraumbetriebe etc. zur Verfügung.

Der zweite Themenschwerpunkt betrifft das Gebiet „Betriebsanlagenberatung“, wo man Antworten zu Fragen bzgl. der Raumteilung nach dem Tabakgesetz, eine Überprüfung der Pläne und Bescheide sowie Änderungen der Betriebsanlagengenehmigung und vieles mehr erhält. Beim Infostand „Förderungen“ stehen ebenfalls Experten mit Rat und Tat zu allen Fragen wie z. B. Nahversorgungsaktion, ERP-Kredite und Förderungen der ÖHT zur Verfügung. Zusätzlich gibt es einen Infostand der Erste Bank.

INFORMATIONSPORTAL
Unter www.wko.at/wien/tabakgesetz finden sich sämtliche Informationen rund um das Thema „Rauchen in Gastronomiebetrieben“.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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