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Annäherungen, keine großen Ergebnisse brachte der Beschäftigungs-Gipfel-Tourismus

Beschäftigungs-Gipfel: Flexibilisierung soll Probleme lösen

17.02.2017

Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter trafen sich zum heiß erwarteten Beschäftigungs-Gipfel-Tourismus. Heraus kam mehr als heiße Luft. konkrete Umsetzungen werden aber Großteils erst bei der nächsten Runde im März erwartet

Das Thema Personalnot- und Arbeitskräftemangel ist in der Tourismusbranche brisant. Da half es zuletzt auch wenig, dass sich Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite nicht mehr auszurichten hatten, als dass die andere Seite komplett daneben liegt. Beim ersten "Tourismus-Gipfel" haben sich beide Seiten ausgesprochen, um nun gemeinsam an einen Strang zu ziehen. Das ist gut, weil sonst hat  Sozialpartnerschaft bekanntlich keinen Sinn.

Kollektivlohn auf 1500 Euro

Außer des beidseitigen Bekenntnisses zu einer besseren Gesprächskultur und der Suche nach gemeinsamen Lösungen gibt es derzeit aber auch nicht aufregend viel Neues. Die Anhebung des Mindestlohnes war ja bereits von der Regierung verlautbart worden. Diese wird von den Sozialpartnern jetzt sozusagen abgenickt. Die rund 220.000 bundesweit unter den Kollektivvertrag fallenden Beschäftigten in der Gastronomie und Hotellerie werden künftig zumindest 1500 Euro brutto bekommen. Wie der Kurier berichtet, erhalten rund die Hälfte der Beschäftigten den aktuellen Mindestlohn von 1420 Euro, was rund 1160 Euro netto entspricht. Die Anhebung brächte den Betroffenen netto um ca. 40 Euro mehr im Monat.

Kinderbetreuung

Dem West-Ost-Gefälle in Sachen Personalsituation will man mit  einer Förderung der Mobilität und Flexibilität der Arbeitnehmer erreichen. Auch nichts Neues, da es SPÖ und ÖVP ebenso in ihr neues Koalitionsprogramm schrieben. Die Branche betont dabei stark das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Forderung nach mehr Kinderbetreuungsplätzen. Ein wichtiger Punkt, den Arbeitgebervertreter wie die ÖHV vorbrachten. Die rechnet vor, dass 36 Prozent  der unselbständig Beschäftigten auch am Wochenende arbeiten und der Anteil der Selbständigen noch viel höher sei und  immer stärker setige. Es geht also darum, Betreuungen abseits der 9-to-5-Beschäftigung zu schaffen.

Die nächste Runde des Beschäftigungs-Gipfel-Tourismus steigt im März. Dann sollen konkrete Pläne präsentiert werden.

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