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Bester Sommer aller Zeiten

29.11.2019

Die Sommersaison 2019 (Mai bis Oktober) in Österreich verzeichnete laut vorläufigen Ergebnissen von Statistik Austria mit 78,93 Mio. Nächtigungen ein Plus von 2,8% im Vergleich zur Vorjahressaison. Damit wurde das bisherige Rekordergebnis der Sommersaison 1991 (78,12 Mio.) um 800.000 Nächtigungen übertroffen.

Nach einem Rückgang der Nächtigungen bis ins Jahr 2006 auf 58,98 Mio. erholte sich der Sommertourismus in den vergangenen Jahren kontinuierlich und legte seit dem zwischenzeitlichen Tiefststand um 33,8% zu. Gleichzeitig erreichte in der abgelaufenen Sommersaison auch die Zahl der Gäste mit 25,56 Mio. (+3,5%) einen neuen Höchstwert.

1991 / 2019: Deutliche Strukturveränderungen

Ein Vergleich der beiden Rekordsommer 1991 und 2019 zeigt deutliche Strukturveränderungen im Sommertourismus: Die Abhängigkeit vom deutschen Markt ist deutlich gesunken, auch wenn nach wie vor mit Abstand die meisten ausländischen Gäste aus Deutschland stammen. Der Übernachtungsanteil deutscher Gäste lag 1991 noch bei 50,7% (39,61 Mio.), im heurigen Sommer hingegen nur mehr bei 37,4% (29,49 Mio.). Der Übernachtungsrückgang von mehr als 10 Mio. bei deutschen Gästen konnte durch hohe Steigerungen bei den Übernachtungszahlen von Gästen aus neuen Herkunftsmärkten wie Zentral- und Osteuropa oder Asien kompensiert werden. Auch österreichische Gäste trugen dazu bei, den Sommer 1991 auf den zweiten Platz zu verweisen, da von ihnen aktuell mit 23,28 Mio. Übernachtungen um 4,50 Mio. mehr Nächtigungen gezählt wurden als noch 1991. Klassische Herkunftsmärkte wie die Niederlande, die Schweiz und Liechtenstein, Italien oder die USA verzeichneten in ihrer Bedeutung für die Gesamtnächtigungen kaum Änderungen. So betrugen etwa die Nächtigungen der Gäste aus den Niederlanden, dem neben Deutschland und Österreich drittwichtigsten Herkunftsmarkt, im Sommer 1991 4,15 Mio. und diesen Sommer 3,97 Mio. Gäste aus Frankreich und dem Vereinigten Königreich nächtigten hingegen im Sommer 1991 noch doppelt so häufig in Österreich wie 2019.

Aufenthaltsdauer deutlich geringer

Die Aufenthaltsdauer der Gäste hat sich in den knapp 30 Jahren stark verändert. 1991 blieben Gäste im Schnitt fünf Nächte, diesen Sommer lag die durchschnittliche Aufenthaltsdauer bei 3,1 Nächtigungen, was eine Verschiebung des Reiseverhaltens vom einwöchigen Aufenthalt hin zu einem verlängerten Wochenende bedeutet.

Auch die Verteilung der Nächtigungen nach Bundesländern veränderte sich. 1991 fanden knapp zwei Drittel aller Nächtigungen in den drei Bundesländern Tirol, Kärnten und Salzburg statt. 2019 waren dies nur noch 57,7%. Vor allem Wien konnte seinen Übernachtungsanteil von 5,7% auf 12,2% deutlich steigern.

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