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Betreff: EU-Maßnahmenpaket gegen Alkoholmissbrauch

07.09.2006

Betreff: EU-Maßnahmenpaket gegen Alkoholmissbrauch
Stellungnahme von DI Dr. Markus Liebl, Obmann des Verbandes der Brauereien, zum geplanten EU-Maßnahmenpaket gegen Alkoholmissbrauch:

„Die von der EU diskutierten Maßnahmen gegen Alkoholmissbrauch – wie ein Werbeverbot für alkoholische Getränke sowie Steuererhöhungen würden eine Entmündigung der österreichischen Konsumenten darstellen, gegen die wir uns mit allem Nachdruck zur Wehr setzen. Die österreichische Brauwirtschaft bekennt sich ausnahmslos zum verantwortungsbewussten Umgang mit dem alkoholhältigen Genussmittel Bier und wendet sich gegen Alkoholmissbrauch jeglicher Art. Wir befürworten den maßvollen Genuss von alkoholischen Getränken. Wir glauben darüber hinaus nicht, dass die geplanten Maßnahmen seitens der EU die gewünschten Effekte erzielen werden, und befürchten eine Gefährdung von Arbeitsplätzen sowie zusätzliche finanzielle Belastungen für die Konsumenten. Bereits jetzt wird z.B. Bier in Österreich 2,5 Mal höher besteuert als in Deutschland – mehr ist für die heimische Brauwirtschaft einfach nicht zumutbar. Auch weiß man von den Ländern, in denen Alkohol höher besteuert wird, dass dort Missbrauch oft häufiger zu finden ist, als in Ländern mit niedrigerer Besteuerung. Höhere Steuern auf Alkohol zur Verhinderung von missbräuchlichem Konsum haben sich nie bewährt. Generelle Verbote erachten wir nicht als zielführend – gerade in Österreich hat es sich bestens bewährt, dem Konsumenten die Wahlfreiheit zu lassen und freiwillig Verantwortung zu übernehmen. Zielgruppenorientierte Aufklärungs- und Informationsarbeit würde wesentlich mehr zur Lösung des Problems beitragen als eine strikte Verbotspolitik. Hier waren und sind die österreichischen Brauereien zu jeglicher Kooperation bereit.“

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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