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Betten füllen: Mission Impossible?

11.05.2010

Kleinwalsertal. Zum 6. Mal lud der gemeinnützige Verein eTourismus Foundation zum Fachsymposium in das Vorarlberger Kleinwalsertal. 80 Touristiker beschäftigten sich mit der Frage, mit welcher Strategie in Zukunft am besten die Betten gefüllt werden.

Der gemeinnützige Verein "eTourism Foundation" mit Obmann Alexander Fritsch haben sich als Veranstalter zum Ziel gesetzt, den elektronischen Tourismus im Alpenraum zu professionalisieren und laden dazu jährlich zum Gedankenaustausch. 80 interessierte Touristiker setzten sich mit der Frage "Betten füllen: Mission Impossible?" auseinander - und erfuhren, welche Modelle Zukunft im Tourismus haben.

Onlineplattformen immer wichtiger
Online-Reiseplattformen nehmen im touristischen Markt eine immer wichtigere Rolle ein: Der Anteil von Buchungen über diese Kanäle hat sich von 2008 auf 2009 fast verdoppelt. Das zeigt auch eine aktuelle Untersuchung der Hochschule Wallis. Professor Schegg, Leiter Tourism Management an der Hochschule Wallis und Referent beim Symposium, ergänzt: "Online-Reiseplattformen erwirtschaften mittlerweile fast 11 % des Gesamtumsatzes. Im Schnitt nutzen die von uns befragten Hotels fünf verschiedene Reiseplattformen, um ihre Übernachtungen zu verkaufen." Einig waren sich die Experten in der Frage, welche Rolle dabei die lokalen Tourismusorganisationen spielen sollten: "Tourismus- und Destinationsorganisationen müssen ihre Betriebe aktiv beraten und unterstützen. Denn am professionellen Internetvertrieb führt kein Weg mehr vorbei", fasst Schegg die Ergebnisse der Diskussion zusammen.


Neue Gäste von Facebook & Co. noch Mangelware

Das Internetportal "Facebook" wird bereits von über 400 Millionen Menschen weltweit genutzt. Auch der Tourismus hat diesen Marketing-Kanal für sich entdeckt. Viele Tourismusorganisation und Hotels sind mit eigenen "Fan"-Seiten zu finden. Der tatsächliche Erfolg solcher Maßnahmen ist allerdings schwer zu kontrollieren. "Man muss die Kommunikation über soziale Medien wie Facebook oder Twitter vielleicht mehr als Stammgäste- und Empfehlungs-Marketing sehen, denn als Möglichkeit zur Gewinnung zusätzlicher Nachfrage", meint Experte Gregor Kreuzer von der Servus Tourismuspartner GmbH. "Die Erwartungen im Tourismus sind momentan vielfach zu hoch geschraubt und die Enttäuschung dementsprechend vorprogrammiert."

Hälfte der Buchungen erfolgen elektronisch
Über eines waren sich die Tourismus-Experten im Kleinwalsertal einig: Volle Betten kommen nicht von alleine. Touristiker sind mehr denn je gefordert, mit einer klaren Strategie und den richtigen Maßnahmen neue Gäste anzusprechen. Die wesentlichen Ergebnisse der Studie der Hochschule Wallis zu Vertriebskanälen in der Hotellerie kurz zusammengefasst:

1. Direkte Buchungskanäle wie E-Mail, Telefon oder Online-Buchung über die eigene Website sind die wichtigsten Verkaufsschienen der befragten Hotels (durchschnittlich 71 %)
2. Fast 11 % der Buchungen erfolgen bereits über Online Reiseplattformen wie Booking, HRS oder Expedia
3. Über die Hälfte aller Buchungen werden über elektronische Kanäle vermittelt
4. Im Durchschnitt nutzt ein Schweizer Hotel fünf verschiedene Online-Reiseportale, um seine Zimmer zu verkaufen
5. Soziale Medien wie z. B. Facebook sind für die Buchungsentscheidung bei alpinen Ferienhotels noch nicht relevant

 

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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