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Bier – was sonst?

22.02.2005

nlässlich der Jahrespressekonferenz des Verbandes der Brauereien Österreichs präsentiert Obmann KR Johann Sulzberger die bierige Bilanz 2004. Bier erfreut sich nicht nur bei den Österreichern größter Beliebtheit, sondern auch beim Finanzminister. 2004 lukrierte er allein an Biersteuer 201,9 Millionen Euro.

Der Trend zum Bier hält ungebrochen an – 2004 tranken die Österreicher voraussichtlich 108,2 Liter Bier pro Kopf. Das sind zwar 2,4 Liter weniger als im Vorjahr. „Wenn Sie allerdings das verregnete Frühjahr und den `Quasi-Sommer 2004´ dagegenstellen, dann relativiert sich das Ergebnis von selbst.“, so KR Sulzberger. Der Bierausstoß in Österreich betrug 2004 8,9 Mio. hl (inkl. alkoholfreies Bier und Export). Gegenüber dem Jahr 2003 bedeutet das ein Minus von 2,5 %. Im Inland ist der Ausstoß um 1,5 % zurückgegangen. Der 3-Jahres-Vergleich (zur statistischen Bereinigung des Jahrhundert-Sommers 2003), zeigt aber ein erfreuliches Plus von 0,5 % beim Bier-Inlandsabsatz.

Lager-/Märzenbier bleibt weiterhin die Lieblingsbiersorte der Österreicher. Mit einem Inlandsmarktanteil von 58,7 % konnte diese Sorte im Vergleich zum Vorjahr sogar noch um 1,4 Prozentpunkte zulegen. 61 österreichische Braustätten und 82 Gasthausbrauereien garantieren für die Biervielfalt in Österreich. Das österreichische Bier ist nach wie vor die Getränkekategorie, die in Österreich den höchsten Mehrweganteil nachweist: im Jahr 2004 exakt 80 %.

Mit 1.1.2005 wurde die schon seit langem in Aussicht gestellte Biersteuer-Abrundung von 2,08 Euro auf 2,0 Euro je hl/Grad Plato vollzogen. Das heißt, die Biersteuerlast beträgt pro 100 Liter Bier 24,00 €. Im Vergleich dazu beträgt die Biersteuer in

Deutschland 9,44 €/hl und in der Tschechischen Republik 9,49 €/hl. Das heißt natürlich für die österreichischen Brauer, dass sie weiter mit aller Vehemenz die
Angleichung der Biersteuer an die benachbarten Biernationen fordern. Zudem weiterhin völlig unbefriedigend ist die Situation immer noch für die heimischen Klein- und Mittelbrauereien. Die Forderung nach einer steuerlichen Entlastung gemäß dem Muster Deutschland, Tschechien und Slowakei für Brauereien mit einem Jahresausstoß von unter 200.000 hl ist immer noch ungehört geblieben.

Heuer findet im Juni zum zweiten Mal in Wien ein internationales wissenschaftliches Symposium zum Thema Bier und Gesundheit statt. Es haben sich bereits jetzt international wissenschaftlich höchst anerkannte Koryphäen angesagt, die in Wien ihre neuesten Erkenntnisse über den maßvollen Bierkonsum vorstellen möchten. Referieren werden Jan van Snel von der Universität Amsterdam, ein Wissenschafter aus Cambridge, der über die neuesten Erkenntnisse der Osteoporose berichten wird, DDr. Bassus aus Wiesbaden und andere.

getraenke@dielebensmittel.at; www.bierserver.at

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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