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Bierige Ganzjahresgetränke

07.10.2011

Die Brau Union Österreich hat in den vergangnen Monaten starke Produktneuheiten auf den Markt gebracht. Mit dem Zipfer Limetten Radler und dem Gösser Naturradler Kräuter wurden neue Zielgruppen erreicht. Vor allem bei Frauen steiße die neuen Geschmacksrichtungen auf große Zustimmung. Über erfolgreiche Produktinnovationen, die Chancen von Weissbier und Trends in der Gastronomie spricht der zuständige Gastronomiemanager der Brau Union Österreich, Dr. Andreas Hunger, im Interview

Dem Geschäftsführer des Bereichs Gastronomie bei der Brau Union Österreich, Dr. Andreas Hunger, ist die österreichische Bierkultur ein großes Anliegen.

ÖGZ: Der Sommer ist vorbei, die ersten Bock- und Winterbieranstiche stehen vor der Tür. Wie zufrieden sind Sie mit dem Verlauf der heißen Jahreszeit in der Gastronomie? Der Sommer zählt in der Bierbranche traditionell zu den umsatzstärksten Zeiten?

 

Hunger: Ich bin mit der vergangenen Sommersaison sehr zufrieden. Abgesehen vom Juli gab es durchwegs immer Sonnenschein und damit optimales Gastgartenwetter. Unsere Gastronomen konnten im heurigen Jahr außerdem mit unseren Produktinnovationen überzeugen. Mit dem Zipfer Limetten Radler und dem Gösser Naturradler Kräuter war es möglich, eine Zielgruppe abseits der klassischen Bierfans anzusprechen. Vor allem Frauen zeigen sich immer wieder begeistert von den neuen Geschmacksrichtungen. Ich bin auch überzeugt davon, dass die Beliebtheit des Radlers noch weiter ansteigen wird. Derzeit machen Radler rund fünf Prozent am heimischen Biermarkt aus, wir sehen aber großes Potenzial in neuen Rezepturen mit natürlichen Fruchtsäften.

 

ÖGZ: Ist der Radler ein typisches Sommergetränk oder darf er auch im Herbst bzw. im Winter auf der Bierkarte stehen?

 

Hunger: Also unsere neuen Radler, wie der Gösser Kräuterradler und der Zipfer Limettenradler sind sicher „Ganz-Jahres-Getränke“!

 

ÖGZ: Sie haben die Innovationskraft der Brau Union Österreich im heurigen Jahr angesprochen – worauf dürfen sich Gäste in den kommenden Monaten freuen?

 

Hunger: Nach dem Zipfer Limetten Radler, dem Gösser Natur Radler Kräuter und einer neuen Verpackungsidee für Puntigamer ist es uns gelungen, auch im Weißbiersegment neue Zeichen zu setzen. Seit einigen Tagen ist in der Gastronomie das Edelweiss alkoholfrei erhältlich, das mit reduzierten Kalorien und isotonischen Eigenschaften überzeugt. Dank eines speziellen Brauverfahrens bleibt der typische Weißbiergeschmack erhalten, ohne Alkohol ist das Bier aber eine verantwortungsvolle und ernährungsbewusste Erfrischung.

 

Weißbier wird zulegen

 

ÖGZ: Wie schätzen Sie den Markt für ein solches Produkt ein?

 

Hunger: Mit einem wertmäßigen Plus von über 16 Prozent ist das Weißbiersegment ein Markt mit Potenzial. Erfahrungen aus Deutschland zeigen, dass alkoholfreie Weißbiere immer stärker nachgefragt werden. Ich gehe davon aus, dass die Situation in Österreich ähnlich ist.

 

ÖGZ: In den letzten Monaten ist immer wieder von einem Rückgang des Bierabsatzes im Gastronomiebereich die Rede. Wie schätzen Sie die Situation ein, wie kann die Brau Union dazu beitragen, die Situation zu verbessern?

 

Hunger: Der Rückgang des Biergeschäfts im Gastronomie-Bereich ist leider vor allem mit dem Rückgang der traditionellen Gastronomie  verbunden. Zurückzuführen ist das unter anderem auf die wachsende Zahl der Vereinslokale, Nichtraucher-Schutzauflagen und strenge bürokratische Vorgaben. Außerdem schwenken Konsumenten in Zeiten der Krise auch in den Lebensmittelhandel, sie feiern daheim und gehen weniger oft aus. Innovationen und das Eingehen auf die Vorlieben der Gäste wirken diesem Trend entgegen. Viele Gastronomen zeigen dies sehr eindrucksvoll und sind damit auch sehr erfolgreich. Die Brau Union fördert deshalb neue Ansätze und Unternehmer, die sich in ihrem Gastronomiebetrieb engagieren. Traditionswirtshäuser liegen uns am Herzen, da sie gerade in kleinen Gemeinden auch als Treffpunkt für die Menschen, als Kommunikationszentrum fungieren.

 

ÖGZ: Wohin wird sich der Biermarkt Ihrer Meinung nach im nächsten Jahr entwickeln? Wo liegen die Trends im Gastronomiebereich?

 

Hunger: Ich denke, dass vor allem der Radlerbereich die Chance bietet, sich kreativ und innovativ zu präsentieren. Hier kann es uns gemeinsam mit den Gastronomen gelingen, neue Gästeschichten anzusprechen. Außerdem ist es der Brau Union ein großes Anliegen, die Bierkultur in Österreich verstärkt zu pflegen. Bier ist nicht gleich Bier und deshalb möchten wir zeigen, welche Sorten von Bier zu welchen Speisen passen, welche Gläser sich für den perfekten Biergenuss eignen und wie Bier richtig gezapft wird. Dieses fachliche Wissen kann in Form von Beratungen von den Gastronomen auch an die Gäste weitergegeben werden. Das kann entweder in Form von direkten Gesprächen zwischen Kellnern und Gästen geschehen oder aber auch durch eigens dafür gestaltete Informations-Tools wie Bierkarten oder Kreidetafeln.

 

Zur Person

Dr. Andreas Hunger, Jahrgang 1959, ist 1986 von der VOEST zur Brau Union Österreich gestoßen. Der promovierte Betriebswirt hat dann diverse Verkaufsfunktionen im Brauereikonzern übernommen, bis er 2010 als Mitglied des Managementteams zum Geschäftsführer des Gastronomiebereichs wurde

 

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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