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Bierkonsum gesunken

19.02.2010

Stabilisierung, aber auf hohem Niveau – Märzen noch immer der Renner

Die Österreicher haben 2009 8,4 Mio. Hektoliter Bier konsumiert.
Zwar erreicht die Branche nicht ganz den Stand des – angekurbelt durch die Fußball-Europameisterschaft – Rekordjahres 2008 (minus 3 Prozent), stabilisiert sich aber auf dem hohen Niveau des Jahres 2007. Auch im Vergleich zu den anderen EU-Biernationen (z. B. Tschechien, Slowakei) konnte die Alpenrepublik die guten Bier-Gesamtabsatzzahlen halten. Der Pro-Kopf-Verbrauch betrug 2009 knapp 106,4 Liter. „Wir können mit dem vergangenen Jahr zufrieden sein. Die Konsumenten haben wieder bestätigt, dass sie den Genuss, die Vielfalt und die hohe Qualität des heimischen Bieres sehr schätzen“, sagt DI Dr. Markus Liebl, Obmann des Verbandes der Brauereien Österreichs, bei der Präsentation der aktuellen Zahlen. Positive Erwartungen haben die Brauer an das Jahr 2010. Bedingt durch die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika hofft man 2010 wieder auf ein Absatzwachstum.

Wirtschaftsfaktor Bier
Inklusive der Exporte setzte die heimische Brauwirtschaft im vergangenen Jahr rund 8,9 Mio. Hektoliter Bier ab. Damit sind die Brauereien Österreichs ein wichtiger Jobmotor: Über 40.000 Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt am Wirtschaftsgut Bier, alleine 31.000 davon in Handel, Gastronomie und Hotellerie.

Am liebsten trinken die Österreicher Märzen-/Lagerbier. Ca. 64 Prozent des in Österreich konsumierten Bieres entfallen auf diese Sorte. „Einen gewaltigen Sprung nach vorn“, so Liebl, machte der Radler mit einem Plus von 15 Prozent, womit die Zuwachsrate des Jahres 2008 beinahe noch verdoppelt werden konnte.
Die Brauereien kämpfen wie schon seit Jahren, mit der in Österreich deutlich höheren Biersteuer als in Deutschland und Tschechien. „Die Konsumenten in Österreich werden mit einer unverhältnismäßig hohen Steuer von € 24,– pro 100 Liter belastet – dies erzeugt einen enormen Druck auf die heimischen Brauereien“, so Liebl. Die Branche fordert nach wie vor die unbedingte Angleichung der Bierbesteuerung an die benachbarten Biernationen.

Verbote kontraproduktiv
Wenig verständlich ist für Liebl die Tendenz der EU zur Verbotspolitik. Im Hinblick auf die Erfahrungen in Skandinavien hält er fest: „Es ist erwiesen, dass Preiserhöhungen sowie Verbote Alkoholmissbrauch nicht verringern, sondern nur auf illegale und billigere Kanäle verlagern und zusätzlich negative Auswirkungen auf die Brauwirtschaft haben. Die österreichischen Brauer bekennen sich seit jeher zum verantwortungsvollen Genuss und moderaten Bierkonsum. Daher setzen wir auf Information statt Prohibition“, so Liebl abschließend.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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