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Billard zur Melange

19.01.2007

Zum Ausklang des Mozartjahres organisierte die Fachgruppe Wiener Kaffeehäuser sowie der Klub der Wiener Kaffeehausbesitzer, vertreten durch Klubobmann Maximilian K. Platzer und Cafetier Berndt Querfeld, in Zusammenarbeit mit Billard-Café-Besitzer Heinrich Weingartner ein Billardturnier der Wiener Kaffeehäuser in der Hofburg.

Billard ist eines der ältesten Spiele und ursprünglich als exklusive Freizeit-Beschäftigung der Kaiser und Könige entstanden. „Seit den Anfangstagen der Wiener Kaffeehäuser ist das Billardspiel im Café ein wichtiger Faktor und eine liebgewonnene Tradition geworden. Als Obmann des Klubs der Wiener Kaffeehausbesitzer freut es mich besonders, dass heutzutage immer mehr Gäste - alt und jung zugleich - das Billardspiel in den Kaffeehäusern wieder pflegen und so auch wieder zu einer populären Sportart machen“, freut sich Maximilian K. Platzer. Schon Mozart spielte im Wiener Kaffeehaus Billard. „Mozart war ein leidenschaftlicher Billardspieler - und spielte schlecht. Wenn ein berühmter Billardspieler in Wien ankam, hat´s ihn mehr interessiert als ein berühmter Musiker“, beschreibt der Goethe-Freund Sulpice Boisserée Mozarts Spielsucht.
Billardturnier
In der Zeit des Biedermeier war das Wiener Kaffeehaus nicht nur Brennpunkt der von Politik, Gesellschaft, Kunst und Literatur, sondern ein privater und geselliger Treffpunkt um Karten, Schach oder Billard zu spielen. Letzteres war bei namhaften Gästen wie Ferdinand Raimund oder Nikolaus Lenau sehr beliebt.
Das Spiel der Kaiser und Könige kehrte nun wieder für einen Tag in die Wiener Hofburg zurück. Auf Initiative des 15-fachen Staatsmeisters, Europameisters und Besitzer des gleichnamigen Billard Cafés Heinrich Weingartner fand im Mozartjahr wieder ein Billardturnier in den Wiener Kaffeehäusern statt. Im Rahmen der Finalrunde trafen schließlich die besten Wiener Kaffeehaus-Billardspieler in der Wiener Hofburg aufeinander. Die Endveranstaltung organisierten die Fachgruppe Wiener Kaffeehäuser unter dem Ehrenschutz von FG Obmann Günter Ferstl sowie der Klub der Wiener Kaffeehausbesitzer und deren Obmann KR Maximilian K. Platzer.
Bevor die besten Hobbyspieler gegeneinander antraten, erklärte der Staatsmeister Heinrich Weingartner persönlich den Besuchern alles Wissenswerte rund ums Billardspiel wie Regeln, Tradition, Queues, Bälle und vieles mehr.
Den offiziellen Anstoß zum Billardturnier der Wiener Kaffeehäuser machten der bekannte Pianist und begeisterte Hobbyspieler Oleg Maisenberg sowie Sänger und Songwriter Peter Cornelius. Ebenfalls anwesend war die 13-jährige Samira Mölzer, Juniorenmeisterin ihrer Altersklasse. Das Billardturnier der Wiener Kaffeehäuser gewann das Café St. Marx mit Erich Bernhard vor dem Café Weingartner mit Karl Schmidinger. Den dritten Platz erkämpfte Gustav Heinzmann für das Café ­Raimann.
Billardmuseum
Nur wenige Meter vom Café Weingartner im Wien 15 entfernt, präsentiert Heinrich Weingartner seine Sammlung zum Thema Billard im Kaffeehaus. Ein bezauberndes Universum voller antiquarischer Queues, Tischen und wunderschönen Bildern. Hier befinden sich Original-Elfenbein-Kugeln aus den Anfangstagen des Billard ebenso wie eine gigantische Sammlung billardbezogener Abbildungen aus Satirezeitschriften. Heinrich Weingartner ist ein wandelndes Billard-Lexikon und führt mit einer Fülle an charmanten Anekdoten durch seine Sammlung. Ein Muss für Freunde der Wiener Kaffeehauskultur.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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