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Billigere Softdrinks

13.10.2004

Die AK Wien überprüfte 60 Wiener Jugendlokale: Neun Lokale boten keine zwei alkoholfreien Getränke an, die billiger oder gleich teuer waren als alkoholische, obwohl sie dazu verpflichtet wären.

Laut Gewerbeordnung müssen Wirte mindestens zwei kalte alkoholfreie Getränke anbieten, die billiger oder gleich teuer sind als das günstigste alkoholische Getränk.
Ein AK-Test in 60 Wiener Lokalen zeigt: 15 Prozent hielten sich nicht an die Vorschriften. 51 Wirte (85 Prozent) boten zwei kalte Softgetränke an, die entweder gleich teuer oder billiger waren als Alkohol. Die AK fordert die strikte Einhaltung des Gesetzes und schärfere Kontrollen durch die zuständige Preisbehörde.
Die AK hat zwischen April und Juni 60 Wiener Lokale überprüft, ob sie die Gewerbeordnung einhalten und mindestens zwei kalte alkoholfreie Getränke anbieten, die billiger oder gleich teuer sind als das billigste alkoholische Getränk. Die Lokale waren über Wien verstreut – City, Mariahilfer Straße, Landstraßer Hauptstraße, altes AKH, Millenium Tower, Donauplex, Multiplex Wiener Neudorf.
Reaktionen auf die AK-Studie
KR Josef Bitzinger, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeit wirtschaft Wien, mit diesem Untersuchungsergebnis konfrontiert meinte: „Nach meiner Beobachtung kann ich nur sagen, dass ich keinen Kollegen kenne, der diese beiden billigen AF-Getränke nicht auf der Karte hat. Ich behaupte auch, dass sich die klassischen, g’standenen Wirte an diese Vorschrift halten.“
Auch in Niederösterreich ist man sich nach empirischen Beobachtungen sicher, dass sich die meisten an die Gesetze halten, einige wenige schwarze Schafe wird es immer geben.
Dr. Thomas Wolf, Fachverbandsgeschäftsführer Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich: „Das Problem solcher Studien ist halt immer die Repräsentativität. 60 Betriebe wurden überprüft, wir haben aber etwa 8.000. Das soll jetzt aber nicht heißen, dass wir die 15 Prozent der nichtgesetzeskonformen Betriebe nicht ernst nehmen. Wir werden die Lokale wieder kontaktieren und über die aktuelle Gesetzeslage informieren.“
Dr. Peter-Paul Frömmel, Spartengeschäftsführer in der WK Oberösterreich: „Nach meiner eigenen Wahrnehmung kommt das in Oberösterreich praktisch nicht vor. Lokale, die keine zwei billigen AF-Getränke führen, sind mir eigentlich nicht bekannt, und ich sehe mir bei unseren Mitgliedern die Getränkekarten immer sehr genau an.“

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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