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Bis 2006 praktisch flächendeckend Nichtraucherbereiche

01.10.2004

"Unsere Aufgabe ist es dafür zu sorgen, dass sich alle Gäste in unseren Betrieben wohl fühlen", so Helmut Hinterleitner, Obmann des Fachverbandes Gastronomie der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Auch im Gastgewerbe, und da vor allem in der Speisengastronomie, sei die Sensibilität gegenüber Rauchern in letzter Zeit spürbar stärker geworden, vor allem in der Speisengastronomie.

"Allerdings möchten unsere Gäste keine gesetzliche Zwangsregelung. 94,7 Prozent sind der Ansicht, dass ein generelles Rauchverbot kein geeigneter Lösungsansatz ist", so Hinterleitner auf Basis einer Gästebefragung. "Das ist ein klarer Auftrag, dem wir uns verpflichtet sehen. Wirte und Hoteliers wollen ihren Gästen in Zukunft verstärkt rauchfreien Genuss ermöglichen - ohne aber die Raucher zu verbannen."

Dazu hat die heimische Gastronomie mit dem Gesundheitsministerium
eine freiwillige Vereinbarung getroffen. Darin steht festgeschrieben,
dass in allen größeren Speisebetrieben bis zum Ende des Jahres 2006
in drei Etappen - 30 Prozent bis Ende 2004, 60 Prozent bis Ende 2005,
90 Prozent bis Ende 2006 - praktisch flächendeckend
Nichtraucherbereiche für die Gäste zur Verfügung stehen. Das
Bundesministerium für Gesundheit hat laut Vereinbarung das Recht, die
Umsetzung jederzeit zu kontrollieren.

"Uns ist bewusst", so FV Gastronomie-Obmann Hinterleitner, "dass die
Erreichung des in der Vereinbarung Festgelegten kein leichtes Ziel
ist - vor allem in der dafür kurzen Zeitspanne bis 2006. Wir haben
den Ball aufgenommen. Es wird aber wohl einige Überzeugungsarbeit
notwendig sein - in der Branche und bei den Gästen." Die
Interessenvertretung hat ein Maßnahmenbündel ausgearbeitet, mit dem
die Betriebe bei der Umsetzung unterstützt werden sollen. "Wir
beginnen im Oktober mit dem Versand des Beschilderungsmaterials.
Parallel dazu wird eine Beratungsaktion über die optimale Gestaltung
von Nichtraucherbereichen anlaufen. Zudem werden Gäste von
Speisenbetrieben mit dem Folder ‚Rauchfrei genießen’ auf die
Initiative hingewiesen."

Der Wiener Sozialmediziner Michael Kunze spricht angesichts des
Nichtraucher-Schutzpaketes, das im Zuge der Gesundheitsreform der
Regierung umgesetzt wird und dessen Bestandteil die
Selbstverpflichtung der Gastronomie zur Schaffung rauchfreier Zonen
ist, "von einer wirklich tollen gesundheitspolitischen Maßnahme."
Ihm, der sich bereits rund 30 Jahre mit der Thematik beschäftigt, sei
kein annähernd so umfangreiches Maßnahmenpaket bekannt.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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