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Bodenständig genießen

10.03.2006

In (fast) allen Bundesländern etablierten sich Wirtekooperationen, die sich der regionalen Küche und Kultur verschreiben. In Niederösterreich gibt es mit den „Top Wirten“ außerdem einen Preis für verdiente Wirte.

Der kulinarische Frühling wird in Niederösterreich schon im Winter eingeläutet: Traditionell werden im Februar jene Wirtshäuser ausgezeichnet, die sich im abgelaufenen Jahr ganz besonders um die Niederösterreichische Wirtshauskultur verdient gemacht haben. Von den zahlreichen Wirtshäusern, die sich der Wahl stellten und sich von einer unabhängigen Jury testen ließen, wurden heuer 60 in den Kreis der „Top Wirte“ aufgenommen – so viele wie noch nie zuvor.
„Eine beeindruckende Zahl, die den großen Erfolg der Niederösterreichischen Wirtshauskultur beweist“, betonte Landeshauptmann-Stellvertreter Ernest Gabmann bei der Ansprache. „Auch dank der vielen guten Wirtshäuser gilt Niederösterreich nicht mehr als Geheimtipp, sondern schon als Top-Destination für Genießer – das grüne Schild der Wirtshauskultur ist bereits zu einem ‚Aushängeschild‘ Niederösterreichs geworden“, so Gabmann weiter.
Der „Top-Wirt-Sieger“ des Jahres 2006
Als „Best of Top“ wurde heuer das Team von Johannes Jungwirth vom Gasthaus „DER jungWIRT“ in Göttlesbrunn ausgezeichnet – ein besonders schönes Geburtstagsgeschenk zum 10-jährigen Jubiläum, welches das Wirtshaus heuer begeht. Die beiden anderen Nominierten waren das Gasthaus Schmutzer in Winzendorf und Gruber’s Wirtshaus in Stockerau.
Niederösterreichische
Wirtshauskultur
Die Aktion wurde 1994 als Initiative des Landes Niederösterreich von LR Ernest Gabmann ins Leben gerufen. Echte Gastlichkeit, regionale Besonderheiten aus Küche und Keller, serviert zur richtigen Saison, das optimale Verhältnis von Preis und Leistung sowie die enge Zusammenarbeit mit der heimischen Landwirtschaft zeichnen die Mitgliedsbetriebe der Niederösterreichischen Wirtshauskultur aus. Mitgliedsbetriebe erkennt man am grünen Wirtshauskultur-Schild. Auf die Auszeichnung „Top Wirt“ weist zusätzlich ein Aufkleber hin.
(www.wirtshauskultur.at)

So is(s)t Oberösterreich
Liebhaber originärer Küche und Gastlichkeit haben es schon vermisst: das kulinarische Kulturgut Oberösterreichs. Insgesamt 79 Wirte hatten den gleichen Gedanken und servieren die Originale wieder in kultivierter Atmosphäre. Die KultiWirten sind ein kulinarischer Zusammenschluss, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, G’schmackiges, Originäres und Gastliches aus Oberösterreichs Küche und Tradition zu servieren. Wer beispielsweise „a deftig’s Bratl“ auf den Speiseplänen des Landes oder „den typisch oberösterreichischen Schmäh“ schon vermisst hat, kann sich freuen: Jetzt gibt es sie wieder.
(www.kultiwirte.at)
Salzburger Kultur erleben
Im Verein „Salzburger Wirtshauskultur“ haben sich 56 Gasthäuser aus dem ganzen Land zusammengetan, die ihren Gästen qualitätsvolle, regionaltypische und österreichische Speisen und Getränke servieren. Weiteres fördern die Mitgliedsbetriebe durch Stammtisch und Kartenspiel sowie durch Veranstaltungen (Musik, Theater etc.) die Pflege des lokalen bzw. regionalen Kulturgutes. Ziel des Vereines ist es somit, auch insgesamt zu einer Belebung der traditionellen Salzburger Wirtshauskultur beizutragen.
Überall, wo man das Logo „Salzburger Wirtshaus“ sieht, kann man sich auf einen Aufenthalt in bodenständiger und geselliger Atmosphäre freuen.
(www.salzburgerwirtshaus.at)
Die „Marke Tiroler Wirtshaus“
Insgesamt 129 qualitätsgeprüfte Tiroler Betriebe präsentieren sich in Wort und Bild als Stätten der menschlichen Begegnung, der Behaglichkeit und kulinarischen Freuden.
Sie beschreiten gemeinsam den Weg einer gepflegten Tiroler Gastlichkeit, welche sich ihre Ursprünglichkeit bewahrt hat und zugleich offen ist, für die Ansprüche unserer Zeit.
Die „Marke Tiroler Wirtshaus“ steht für eine gewachsene gastronomische Kultur mit regionalen Wurzeln, die es sich lohnt zu pflegen und mit Engagement und Liebe in Zukunft zu führen – dafür hat sich die Initiative „Tiroler Wirtshauskultur“ verpflichtet.
(www.tiroler-wirtshaus.at)
Kulinarische „MundArt“
im Bregenzerwald
Die acht ausgezeichneten Häuser im Bregenzerwald haben viel Gemeinsames. Die Tradition als Gastgeber, die Liebe zu ehrlicher Küche und die Überzeugung des sorgfältig Gemachten. Gemeinsam wurde ein Folder unter dem Titel „MundArt“ herausgegeben – kulinarische Kooperation mit Dialekt-Kostproben.
Das außerordentliche kulinarische Niveau hat die acht Wirte zum regionalen Schulterschluss veranlasst. „MundArt“ ist ein Mini-Prospekt unter dem Motto „Neun Einladungen, den Bregenzerwald kulinarisch zu erleben“.
(www.vorarlberg-tourism.at)
Das „Kärntner Wirtshaus“
Ein „Kärntner Wirtshaus“, die Freude geselliger Menschen am Leben und am Genießen in Bodenständigkeit hat ein heimeliges Ambiente: typische Kärntner Ausprägung, ist eine soziale und familiäre Kontaktplattform; weiters ist es gemütlich, harmonisch eingerichtet und passt ins Ortsbild, schafft persönliche Beziehungen: Familienmitglieder arbeiten mit, es wird freundlich bedient, geöffnet ist, bis auf Ruhetage und Betriebsurlaub, ganzjährig.
Das „Kärntner Wirtshaus“ bietet Küche aus Produkten der heimischen Landwirtschaft: traditionelle Gerichte oder/und zeitgemäße, leicht zubereitete regionale Gerichte und bodenständige Getränke: Bier, Most, Brände und achtet auf Qualität bei Wein, Tee und Kaffee. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist ausgewogen.
Derzeit entsprechen ca. 218 Kärntner Wirtshäuser diesen Kriterien.
(www.wirtshaus.com)
Kulinarium Steiermark
Die Steiermark gilt als Obstgarten und Feinkostladen Österreichs, in Imagebefragungen werden ihr höchste Werte im Bereich Kulinarium attestiert.
Die steirische Gastlichkeit hat durch das Engagement vieler Unternehmer eine bemerkenswerte Ursprünglichkeit bewahrt, die ebenso Ausdruck einer sorgsam gepflegten Tradition wie einer Offenheit gegenüber den Ansprüchen unserer Zeit ist.
Seit vielen Jahrzehnten haben sich unzählige Unternehmer zu kulinarischen Initiativen zusammengeschlossen und sich mit großem Engagement der Qualität verpflichtet.
Land Steiermark, Wirtschaftskammer Steiermark, Landwirtschaftskammer Steiermark und Steiermark Tourismus vernetzen nun die Aspekte Landwirtschaft (das kulinarische Grundprodukt) und Tourismus (das kulinarische Erleben in Gastronomie und Beherbergung) verstärkt miteinander, um nach außen als e i n e Genussdestination Steiermark aufzutreten und um nach innen die Qualitätsweiterentwicklung sicher zu stellen. Alles vor dem Hintergrund der zehn Genussversprechen, die als Credo für alle gelten.
OrigiMahl
Der Start dieser burgenländischen Vermarktungs- und Verkaufsförderungsplattform per Internet lag im August des vergangenen Jahres. Aufgrund der tatkräftigen Zusammenarbeit aller namhaften Vertreter gelang es sehr rasch, die Plattform zu etablieren. Zur Zeit sind mehr als 1.400 gastronomische Betriebe vertreten, wobei mit „Besser vom Bauern“, als Verein der bäuerlichen Direktvermarkter, der Schulterschluss zu den Landwirten gelang. Dazu prägte der bekannte Paradeiserkaiser Hr. Stekovics den Spruch „Jedem Wirt seinen Landwirt“.
(www.origimahl.at)
Wien
Die „Wiener Wirt’n“ haben sich aufgelöst und in der Wiener Wirtschaftskammer denkt man gerade über ein attraktives Nachfolgeprojekt nach.

Wirtshauskultur in den Bundesländern

NÖ: Niederösterreichische Wirtshauskultur, Robert Gutkais, Tel.: 01/536 10-2002, E-Mail: wirtshauskultur@noe.co.at

OÖ: KultiWirte, Otto Klement, Tel.: 05-90909-4611, E-Mail: wirtshaus@knappameck.at

Salzburg: Salzburger Wirtshauskultur, Markus Hofmann,
Tel.: 0662/88 88-246, E-Mail: info@salzburgerwirtshaus.at

Tirol: Tiroler Wirtshauskultur: Peter Weigand,
Tel.: 0 54 42/684 99, E-Mail: info@tiroler-wirtshaus.at

Vorarlberg: MundArt, Vorarlberg Tourismus,
Tel.: 0 55 74/42 52 50, E-Mail: info@vbgtour.at

Kärnten: Kärntner Wirtshauskultur, Monika Thurner,
Tel.: 0 47 15/560, E-Mail: info@pfeffermuehle.com

Steiermark: Kulinarium Steiermark, Martina Riegler von
Steiermark-Tourismus, Tel.: 0316/400 30 und Manuela
Albertani vom Land Steiermark, Tel.: 0316/877-3225

Burgenland: OrigiMahl, Gerlinde Schmid, Tel.: 0 21 67/50 73, E-Mail: info@schmidundschuetz.com

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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