Direkt zum Inhalt

Brasilien ist Preistreiber

01.07.2009

Es gibt viele Ursachen warum der Kaffeepreis weiter steigt: Die brasilianische Regierung nimmt Kaffee vom Markt! Viele Gründe sprechen mittlerweile für weiter steigende Kaffeepreise, wie dem Coffee-Scout zu entnehmen ist.

Im Zentrum des Geschehens steht natürlich Brasilien als größter Arabica Produzent. Am 7. Mai prognostizierte das brasilianische Landwirtschaftsministerium einen Produktionsrückgang um 15 Prozent auf 39,1 Millionen Sack gegenüber 46 Millionen Sack im Vorjahr. Ungünstige Wetterbedingungen, aber auch steigende Kosten für Düngemittel und Arbeit stecken hinter dieser Prognose. Zu allem Überdruss nimmt nun aktuell die brasilianische Regierung noch Kaffee vom Markt um die Preise in die Höhe zu treiben. Brasilien, weltweit größter Kaffeeproduzent, wird nämlich den Kaffeefarmern des Landes bis zu 20% über den aktuellen Kaffeepreisen bezahlen, um die Kaffeepreise insgesamt zu "pushen". Drei Millionen Sack à 60 kg wurden von der Regierung den Kaffeefarmern bereits abgekauft (im Gesamtwert von 494 Millionen US-Dollar). Der Preis betrug zwischen 303 und 320 Brasilanischen Real , umgerechnet $145 pro Sack. Der Durchschnittspreis für Kaffee lag zu diesem Zeitpunkt in Brasilien bei 261 Real.

Die Aktion der Regierung, Kaffee vom Markt zu nehmen, wird die Exporte reduzieren und somit die Preise erhöhen. Hintergrund ist ein schwieriges Erntejahr, sowohl zyklusbedingt als auch wettermäßig, aber auch aufgrund hoher Kosten besonders für Dünger. Die Märkte zogen auch sofort an (Coffee Futures in New York).

Letzte Woche sagte nun Brasiliens Landwirtschaftsminister Reinhold Stephanes in einem Interview, die Regierung erwäge zudem den Kauf von weiteren drei Millionen Sack Arabica-Kaffee. Sollte die brasilianische Regierung tatsächlich sechs Millionen Sack Kaffee vom Markt nehmen, wird dies die Preisentwicklung massiv beinflussen, denn diese Menge ist sehr hoch im Vergleich zur anstehenden Ernte. Nur eine Zahl dazu: im Angesicht der Exportmenge von 26,1 Millionen Sack im Vorjahr, entspräche dieses Vorgehen der Regierung einem Exportrückgang von cirka 23 Prozent.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
Werbung

Weiterführende Themen

Die ÖGZ ist einigen Volksweisheiten zum Kaffee nachgegangen. Einige entpuppten sich als ziemlich daneben.
Gastronomie
24.09.2019

Man erzählt sich allerlei über den Kaffee. Manches stimmt, vieles nicht. Wir haben mal die wichtigsten Kaffeeweisheiten nach ihrem Wahrheitsgehalt abgeklopft.

Schaerer bietet mit Twinmilk Kühleinheiten für zwei Milchsorten.
Cafe
24.09.2019

Mehr als die Hälfte der verkauften Außer-Haus-Markt-Kaffeegetränke sind Spezialitäten mit Milch. Aber was ist die richtige Aufschäum-Milch dazu? Was muss ich bei Milchalternativen beachten? Und ...

Modularer Aufbau einer Thermoplan-Kaffeemaschine.
Cafe
09.05.2019

To-Go-Konzepte, bedienungsfreundliche Siebträger, noch mehr Qualität beim Filterkaffee, gleichbleibende Qualität durch Extraktionsüberwachung und Ideen für mehr Umsatz – das Wichtigste im ...

Bohnen unterschiedlicher Röststufen, nicht alle schmecken wirklich gut.
Gastronomie
09.05.2019

Amerikanischer Trend versus mitteleuropäische Geschmackstradition: Die Tendenz geht zum Hellrösten, heißt es. Was ist dran an hellen Bohnen?

MultiTap von La Cultura Del Caffè. Auch als Milk-Mate-Frischmilch-Dispenser einsetz- bzw. kombinierbar.
Cafe
09.05.2019

Ein neues Getränk erobert den Markt, bei uns nicht so schnell wie in England oder den USA, aber immerhin, der Trend ist gekommen, um zu bleiben. Es sieht aus wie Cola, doch ist die schwarze ...

Werbung