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Breitband für die Hotellerie

23.07.2014

Stets werden Hoteliers gescholten, sich zu wenig um die Internetvermarktung zu kümmern. Doch dafür braucht es entsprechende Infrastruktur. Das Land Tirol macht es vor

Text: Barbara Egger

 

Eine 100 Mbit-Anbindung und eine Glasfaservernetzung – das würden sich viele Hoteliers in ländlichen Regionen wünschen. Im Kühtai auf 2.020 Metern Seehöhe war das machbar. Und zwar aufgrund einer Initiative des Landes Tirol und der WK Tirol, die den flächendeckenden Ausbau eines ultraschnellen Breitbandnetzes im ganzen Bundesland vorsieht.

„Kein Unternehmen kommt heute ohne leistungsfähige Internetanbindung aus", erklärt Herbert Frech, Sprecher der Tiroler Telekommunikations- und Rundfunkunternehmen. „Breitband ist zu einer handfesten Standortfrage geworden ist." Kühtai gilt deshalb als Leuchtturmprojekt. Bereits zum Start der Wintersaison 2013/14 konnten mehrere touristische Betriebe mittels Lichtleitertechnologie (Glasfaserkabel) an eine 100 Mbit-Datenleitung angeschlossen werden. „Mit dieser ersten Ausbaustufe haben wir sieben Tourismusbetriebe mit etwa 550 Betten erreicht. Das sind ein Drittel aller 1.800 Gästebetten im Kühtai", erklärt Philip Haslwanter, Geschäftsführer der Bergbahnen Kühtai.
In den Genuss eines schnellen Netzes kamen das Hotel Sonne, das Hotel Elisabeth, das Alpenhotel Seiler, das Hotel Silzerhof, die Appartements Kühtai, die Alpen Residenz Mooshaus, das Hotel Alpenrose, der Tourismusverband, die Skischule und nicht zuletzt die Bergbahnen Kühtai. Das nächste Ziel ist jetzt der Vollanschluss aller Betriebe im Kühtai. Das Projekt Kühtai ist ein Paradebeispiel für die Umsetzung des Breitband-Masterplanes", sagt Tirols Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf.

Das Land Tirol hat die Internetanbindung im Kühtai aus Mitteln der Wirtschaftsförderung mit 47.400 Euro gefördert. Bei veranschlagten Investitionskosten in der Höhe von 158.000 Euro ergibt sich damit eine Förderquote von 30 Prozent. Die Breitband-offensive des Landes hat bereits einen Investitionsboom ausgelöst. „55 Gemeinden sind derzeit dabei, schnelles Internet zu planen oder umzusetzen", zieht Zoller-Frischauf eine erste Bilanz. Zusätzlich haben weitere 18 Gemeinden ihr Interesse am Ausbau angekündigt.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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