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Zimmer mit Blick auf die Nordkette im modernen Anbau.

Bühne frei für Innsbrucks neues Hotel

22.02.2018

Mit dem mittlerweile vierten Haus der Hotelier-Familie Penz wurde die Innsbrucker Institution „Breinössl“ umgekrempelt. Als „Stage 12“ spricht man eine junge Gäste-Generation an.

Zentraler geht es nicht. Während Innsbrucks Politik noch mit dem Motel One am Hauptbahnhof die Zimmerzahl verhandelt, hat zu Jahresbeginn ein anderes City-Hotel direkt an der Maria-Theresien-Straße eröffnet. Die Hausnummer 12 gibt dem Haus, hinter dem Johann und August Penz stehen, einen Teil des Namens. Als „Stage“, also Bühne, war diese Adresse den Tirolern jahrzehntelang bekannt: Im Saal des „Hotel Breinössl“ (zuletzt Teil der Tourotel-Gruppe) residierte einst die Volksbühne Blaas. Sie war bis in die 1980er-Jahre ein Treffpunkt der Tiroler Kulturgrößen: Bühnenbilder von Paul Flora, Uraufführung von Felix Mitterers „Kein Platz für Idioten“ und eine Säule, die Maler Max Weiler gestaltete, stehen zu Buche.

Bauen mit Denkmalschutz

Entsprechend redete der Denkmalschutz viel mit bei der Umgestaltung zum 120-Zimmer-Hotel, wie Daniel Penz beim Rundgang erklärt: „Die Fassade mit den markanten Erkern musste erhalten werden, daher haben wir bei den Zimmern Niveauunterschiede“. Diese wurden charmant genutzt, etwa für Fensterbänke, die die Generation Instagram lieben dürfte. Auch die Zimmer auf den Innenhof bekamen einen „gelenkten“ Blick und erhaschen so von den Nischen einen Blick auf die Nordkette. Daniel und Thomas Penz haben vor allem bei der Konzeption der Bar mitgewirkt, die neben dem Wellness- und Fitness-Bereich der obersten Etage zu den Highlights gehört. 

Ab 11 Uhr wird tagsüber im Hof der Rathaus-Galerien Kaffee angeboten, eine Auswahl von Kostas Karvounis’ leichten Drinks soll beim „Day Drinking“ einen Vorgeschmack auf den Sommer geben. „Dann kommt auch die Terrasse dazu“, so Penz, für die ihm eine kinderfreundliche und witzige Gestaltung mit Design-Möbeln vorschwebt. Den unkonventionellen Zugang hat man auch bei der Gestaltung einiger Zimmer gewählt. In den Vier-Bett-Einheiten des „Stage 12“ sind Stockbetten integriert, die nicht nur Familien nutzen, sondern auch „ideal für einen Wochenendtrip mit Freundinnen sind“.
www.stage12.at

Autor/in:
Roland Graf
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