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Bunter Herbstbeginn an den Lacken des Seewinkels

25.09.2006

Ein Spaziergang im Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel, beispielsweise an die Lange Lacke, wird im September zum unvergesslichen Erlebnis.

Frühmorgens erhebt sich der Großteil der Gänse vom nächtlichen Wasser-Schlafplatz, macht sich in Richtung Felder auf und kehrt erst abends in einem einzigartigen Schauspiel, dem sogenannten Gänsestrich, wieder zurück. Tagsüber kann man viele verschiedene Entenarten, Limikolen und Wiesenvögel bei der Nahrungssuche in, an und rund um die Lange Lacke beobachten. Aber auch der Pflanzenwelt in der Bewahrungszone gebührt zur Herbstzeit einige Aufmerksamkeit.

Im Hochsommer legt die Mehrzahl der Pflanzen hitzebedingt eine Vegetationspause ein – die beweideten Wiesen der Bewahrungszone wirken braun und wenig attraktiv. Nur vereinzelt finden sich bunte Farbtupfer auf der verdorrten Hutweide. Ab Ende August, Anfang September beginnt sich das Bild zu wandeln: Der Überschwemmungsbereich der Langen Lacke beginnt sich violett zu färben, die Pannonische Salz-Aster bestimmt jetzt das Bild. Zusätzlich stechen die leuchtend roten Gänsefußarten ins Auge. Neben diesen Halophyten, also salzliebenden Pflanzen, sind der Herbst-Zahntrost und der Steppen-Sesel typische Herbstblüher. Für gelbe Farbkleckse sorgen Herbst-Leuenzahn und der leicht sukkulente Salz-Löwenzahn, welcher vorwiegend in der Ukrainischen Steppenzone wächst und im Seewinkel die westliche Grenze seines Verbreitungsareals erreicht.
Bei ausreichender Feuchtigkeit und Wärme beginnen viele Pflanzen, die im Frühling schon einmal geblüht haben, nochmals Blüten zu treiben. Das weiße Vielblütige Leimkraut und der lilafarbene Österreichische Lein beispielsweise. Beide sind Charakter-Arten des Pannonischen Halbtrockenrasens und gefährdet.

Wenn im Herbst die Tage wieder kürzer werden, sammeln sich mehr und mehr Zugvögel an den Lacken des Gebietes. Die Graugänse des Seewinkels finden sich in großen Gruppen zusammen, um gemeinsam gen Süden zu fliegen, wenn die Zeit gekommen ist. Andere wiederum, wie diverse Limikolenarten, machen im September schon die ersten Stopps im Gebiet des Nationalparks und tanken hier ihre Energiereserven auf. Dunkler Wasserläufer, Alpenstrandläufer, Kampfläufer, Zwergstrandläufer und Großer Brachvogel sind momentan in großen Beständen zu beobachten. Zur Zugzeit ist es besonders wichtig, die ziehenden Vögel bei der Nahrungssuche nicht zu stören, weil viele von ihnen sich in einem sehr kurzen Zeitraum, Fettreserven in der Größenordnung von etwa 30 bis 50 Prozent ihres eigenen Körpergewichts anfressen müssen. Sonst könnten sie die teilweise mehrere tausend Kilometer weiten Strecken nicht zurücklegen.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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