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Businessfrauen als Zielgruppe

25.04.2016

Mit Women Sensitive Hotels ist eine Reiseplattform an den Start gegangen, die auf weibliche Geschäftsreisende setzt.

Wenn Frauen allein reisen, dann legen sie in Bezug auf die Wahl des Hotels auf andere Dinge Wert als Männer. Diese Erkenntnis ist nicht überraschend, aber zumindest jetzt auch wissenschaftlich belegt. In einer Studie zum Thema „Frauen in Hotels“ der Köln International School of Design aus den Jahren 2009 und 2010 wurden weibliche und männliche Geschäftsreisende und Hotelmanager zu den unterschiedlichen Ansprüchen von Frauen und Männern in Bezug auf die Anforderungen an Hotels befragt.

Liebe zum Detail

Klar ist, dass der Anteil alleinreisender Businessfrauen in den vergangenen Jahren stetig gewachsen ist (und weiterhin wächst). Da sind auch Hotels gefordert, sich auf diese Zielgruppe einzustellen und auf deren besondere Bedürfnisse einzugehen. 
Aber wie unterscheiden sich nun die Ansprüche von weiblichen und männlichen Reisenden? Für Frauen sind insbesondere die Aspekte Sicherheit, Sozialität und Atmosphäre wichtig. Bei der Zimmerausstattung legen sie vor allem Wert auf gute Beleuchtung, große Spiegel, ausreichend Ablage-fläche. Sicherheitsaspekte sind u. a. Frauenparkplätze, Parkservice, keine laute Nennung der Zimmernummer beim Check-in und gut beleuchtete Gänge. 

Plattform und Netzwerk

In diese Kerbe schlagen die Women Sensitive Hotels, eine Plattform, die jene Hotels unterstützen will, die sich (auch) auf die wachsende Zielgruppe von weiblichen Geschäftsreisenden einstellen wollen. Dabei verstehen sich die Women Sensitive Hotels als eine einheitliche Vermarktungsplattform und ein Kommunikationsnetzwerk, um Angebote und Dienstleistungen der Hotels adäquat und kontinuierlich zu vermarkten. 
Und wie profitieren Hotels? „WSH vermarktet die angeschlossenen Hotels kontinuierlich an die Zielgruppe, dadurch erreichen die Hotels eine höhere Aufmerksamkeit und erhalten mehr Buchungen“, sagt WSH-Initiatorin Heike Labetzki gegenüber der ÖGZ. Mittlerweile gibt es auch schon Hotels, die sich als Women Sensitive qualifiziert haben, u. a. das Bristol Wien, das Vier Jahreszeiten Kempinski München, das Hotel Taschenbergpalais Kempinski Dresden oder das Ellington Hotel in Berlin. 
Teilnehmende Hotels müssen bestimmte Kriterien erfüllen, u. a. 24-Stunden-Rezeption, gute Beleuchtung in Fluren und Zimmern, ausreichend Stauraum und Ablagemöglichkeiten, Aufmerksamkeit bei der Auswahl des Zimmers und allgemein Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten etc.

Mit folgenden Kosten müssen teilnehmende Hotels rechnen: Es gibt eine Aufnahmegebühr in Höhe von 1.500 Euro und eine Jahresgebühr, die individuell abgestimmt wird. Die Lage eines Hotels allein ist kein Ausschließungsgrund. Labetzki: „Wenn die Hotels 
andere relevante Kriterien so weit erfüllen, dann machen wir die Entscheidung nicht an einem fehlenden 
Aspekt fest.“
womensensitivehotels.com

Autor/in:
Alexander Grübling
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