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Café Museum wieder eröffnet

18.10.2010

Wien. Seit 18. Oktober 2010 hat Wien mit dem Café Museum eines seiner Traditionskaffeehäuser wieder. Irmgard und Berndt Querfeld, die neuen Pächter, eröffneten heute den neu gestalteten Betrieb.

Ein Kaffeehaus-Juwel kehrt zurück: Irmgard und Berndt Querfeld servieren den ersten Cafe im neu eröffneten Café Museum

Das traditionsreiche Café Museum strahlt wieder Gemütlichkeit aus. Nach mehr als neun Monaten Schließung wird seit heute früh wieder Kaffee serviert. "Wir haben uns entschlossen, zur typischen Wiener Kaffeehausatmosphäre zurückzukehren", so die neuen Pächter Irmgard und Berndt Querfeld.   

Bequemlichkeit zählt
Die Innenausstattung wird durch bequeme Logeneinheiten, die sichentlang der Wände schmiegen, geprägt. Die Sitzgruppen bestehen aus jeeiner halbkreisförmigen Sitzbank, einem klassischen Kaffeehausstuhlsowie einem Marmortisch. Die Bänke sind mit sanft bemustertem, rotemStoff überzogen und versprechen im Gegensatz zu den vormaligenBugholzstühlen bequemes Verweilen.  Das Lichtkonzept beinhaltet 35 messingvernickelte Wandleuchten sowie neun große Lampen in Kugelform. Komplett neu gestaltet sind auch Küche und Nebenräume.

Kaffeehaus der Künstler
Das Café Museum hielt seit Beginn dieses Jahres geschlossen, dader frühere Betreiber die Einrichtungsgegenstände mitnahm und eineBetriebsfortführung nicht möglich war. Mit der von der FamilieQuerfeld eingeleiteten Neugestaltung wurde der österreichischeArchitekt Hans-Peter Schwarz beauftragt. Die Wiedereröffnung des Café Museums bringt der Wiener Kaffeehauskultur ein Juwel der Kaffeehaustradition zurück. Zahlreiche Persönlichkeiten gingen hier ein und aus. Gustav Klimt, Egon Schiele, Otto Wagner, Emmerich Kálmán, Elias Canetti, Egon Friedell, Alfred Gerstenbrand, Peter Altenberg, Robert Musil, Karl Kraus, Oskar Kokoschka, Franz Lehár und noch andere Künstler gaben sich im Café Museum einander die Klinke in die Hand.  

Plüsch reloaded
Große Aufregung gab es ob der Innenarchitektur des Kaffeehausesals dieses am 10. April 1899 erstmals öffnete. Ganz Wien sprach überdie lieblose Ausgestaltung von Adolf Loos. Statt Plüschseligkeitdominierte ein kühler Raum mit Sesseln und Tischen, die allesAnheimelnde vermieden. Die Wiener nannten das Café Museum bald "CaféNihilismus". Anfang der dreißiger Jahre baute der Architekt JosefZotti das Innere um. Rote Kunstledersofas entlang der Wände prägtenfortan den Inneneindruck. 2003 folgte ein Rückbau in RichtungLoos-Architektur. Ende 2009 schloss das Kaffeehaus. Ein neuer Pächterwurde gesucht. Und die Familie Querfeld meint heute: "Wir haben unsentschlossen, keine Experimente zu machen und dem Kaffeehaus seineGemütlichkeit zurückzugeben."

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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