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Franchising ist kein Selbstläufer. Aber es bietet Chancen, auch Quereinsteigern.

Chancen mit Franchising

05.04.2016

Wie man das passende Franchise-System für sich findet und warum auch Quereinsteiger damit in der Gastronomie Fuß fassen können.

"Fairplay Franchising": Waltraud Martius,  Gabler Verlag,  192 Seiten, 41,11 Euro

Für Existenzgründer klingt es sexy: Man nehme ein funktionierendes Geschäftsmodell und eine schon bekannte Marke – und schon ist er realisiert, der Traum vom eigenen, funktionierenden Betrieb. Aber so einfach ist es natürlich nicht, ein Erfolgsgarant ist Franchising nicht. 

Passendes System finden

Aber wie findet ein potenzieller Franchisenehmer das für ihn passende System? „Es gibt zahlreiche (Online-)Informationsmöglichkeiten für Franchise-Interessenten, um ein Gastro-Franchise-System zu finden, das zu einem passt und für das man im Umkehrschluss auch geeignet ist“, sagt Franchise-Expertin Waltraud Martius (siehe die Links am Artikelende). Sie verfügt über mehr als 25 Jahre Beratungserfahrung und ist Mitbegründerin und Ehrenpräsidentin des Österreichischen Franchiseverbandes ÖFV. Martius empfiehlt, mit bereits bestehenden Franchise-Partnern eines Franchise-Systems in Kontakt zu treten und in einem persönlichen Gespräch herauszufinden, wie diese zum System stehen und ihre wirtschaftlichen Erfolgsmöglichkeiten einschätzen. 
Franchising sei dafür prädestiniert, Existenzgründern und Branchen-Quereinsteigern Erfolgschancen in einer neuen Branche zu bieten, denn alles, was ein neuer Franchise-Partner wissen müsse, erhält er umfassend im Rahmen der sogenannten Grundausbildung durch den Franchise-Geber vermittelt. „Branchen-Know-how kann hilfreich sein, ist aber meist keine Must-have-Voraussetzung“, weiß die Expertin.

Auch sei Franchising eine sehr gute Alternative bzw. Ergänzung zum klassischen Filialsystem. „Sehr oft geht es Unternehmen darum, neue, parallele Vertriebswege zu eröffnen; da bietet sich Franchising an“, betont Martius. Das Unternehmertum des Franchise-Partners, sein persönlicher Einsatz, seine Arbeitskraft und sein Kapital auf der einen Seite und ein erfolgserprobtes Konzept aufseiten des Unternehmens (und zukünftigen Franchise-Gebers) seien eine starke Kombination für zukünftige Franchise-Erfolge.
Dass die besten Franchise-Systeme aus dem Ausland kommen und die österreichische Franchise-Szene ideenlos sei, sieht Martius nicht: „60 Prozent der in Österreich tätigen Franchise-Systeme sind nationalen Ursprungs. Und gerade in der Gastronomie tut sich in den letzten Jahren sehr viel, zahlreiche kleine, feine Konzepte entwickeln sich, etwa myIndigo, BistroBox, Swing Kitchen, Haltestelle shotbar, Segabar“, sagt Martius.

 
Und was sind die für Martius besten Systeme? „Als Unternehmerin schätze ich Unternehmer, die die sensible Balance zwischen der Multiplikation eines erfolgreichen Betriebstyps und die notwendige Weiterentwicklung und Innovation für die Zukunft meistern. Gleichzeitig braucht es Fairplay im Umgang miteinander und die Partizipation der ‚Markenbotschafter‘ des Franchise-Systems.“ 
www.franchise.at 
www.syncon.at
www.franchiseverband.com
www.franchiseportal.at

 

Autor/in:
Alexander Grübling
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