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Chancen vor der Haustür

09.11.2005

Mit der politischen Wende vor mittlerweile rund 15 Jahren in Slowenien, Kroatien, Rumänien und der Slowakei hat sich nicht nur die Gesellschaft Richtung Demokratie entwickelt. Auch wirtschaftlich startete Zentraleuropa einen dynamischen Aufholprozess. Hand in Hand damit veränderte sich die Mentalität der Menschen und ihre Reisegewohnheiten.

"Das Urlaubsland Österreich darf sich auf diesen Märkten gute
Chancen ausrechnen, da ihre Bürger enorm reisefreudig sind und
Nahdestinationen wie Österreich bevorzugt werden", erklärt Dr. Arthur
Oberascher, Geschäftsführer der Österreich Werbung.

Die Entwicklung der Nächtigungen und Ankünfte aus diesen Märkten
in den vergangenen Jahren bestätigt diese Einschätzung. Seit 1998
legten die Ankünfte aus allen vier Staaten um knapp 36 % auf rund
290.000 zu. Insgesamt brachten es Slowenien, Kroatien, Rumänien und
die Slowakei 2004 auf rund 860.000 Nächtigungen.

Auf all diesen Märkten punktet Österreich in erster Linie mit
seinem Winterprodukt. Vor allem bei den Kroaten und Slowaken stehen
rot-weiß-rote Skigebiete hoch im Kurs. Die Reisetrends im Sommer: Die
Küsten und ländliche Erholungsgebiete des eigenen Landes, sowie
Mittelmeerdestinationen. Als attraktiv gelten ganzjährig auch Kultur-
und Städtereisen - somit auch ein Pluspunkt für Österreich. Die
gängige Meinung, Gäste aus Zentraleuropa wären Billigtouristen, ist
längst überholt: Sie schätzen Qualität und guten Service, wofür sie
auch gerne tiefer in die Tasche greifen. Dies wird auch bei der Wahl
der Unterkunft deutlich: 22 % bis 28 % der Urlauber steigen in 4 -
5-Sterne-Hotels ab und rund 25 % wählen ein Haus der
3-Sterne-Kategorie.

Zu den wichtigsten Kriterien bei der Entscheidung für eine
Destination gehören die geografische Nähe des Reiseziels und das
Preis-Leistungs-Verhältnis. Mundpropaganda, Reisebürokataloge und das
Internet beeinflussen die Urlaubswahl gleichermaßen. Das Gros der
Reisen buchen Österreich-Gäste aus Slowenien, der Slowakei, Kroatien
und Rumänien in Reisebüros.

"Um auf diesen zentraleuropäischen Märkten Erfolge zu erzielen,
empfehlen wir eine konsequente und langfristige Marktbearbeitung über
mindestens drei Jahre", meint ÖW-Chef Oberascher. Mit ihren Vorteils-
und Aktivitätspaketen für das kommende Jahr will die ÖW für
Tourismusverbände und Betriebe einen Anreiz schaffen, sich auf diesen
Märkten verstärkt zu engagieren. Die ÖW-Packages für Betriebe,
Regionen und Landestourismusorganisationen umfassen jeweils ein
Bündel von jährlichen Aktivitäten für einen Markt und zeichnen sich
durch einen besonders günstigen Preis aus. 2006 wird die ÖW auch die
Dachmarke Urlaub in Österreich verstärkt auf den zentraleuropäischen
Märkten präsentieren und forciert den Sommer vermarkten. So steht
u.a. für die Slowakei und Rumänien die Produktion eines
Österreich-Katalogs mit buchbaren Angeboten auf dem Programm. Darüber
hinaus auf dem Aktivitätenplan: Die Teilnahme an den wichtigsten
Messen, Medienarbeit und Information sowie Schulung der
Reiseindustrie-Vertreter.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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