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Charlie P's sperrt doch wieder auf

02.08.2019

Gute Nachrichten für alle Freunde der britischen Pubkultur und des gepflegten Craftbiers: Die Ottakringer Brauerei betreibt das insolvente Charlie P's weiter.

Vor rund zwei Wochen hat die Nachricht in Wiens Gastro-Szene für Erstaunen gesorgt, dass mit dem Charlie P’s eines der traditionsreichsten Irish Pubs der Stadt insolvent ist und mit sofortiger Wirkung schließen musste. Auch das Schwesterlokal „The Brickmaker“ war davon betroffen. In beiden Lokalen sollen die Außenstände zum Schluss jeweils 800.000 Euro betragen haben, Betreiber Brian Petton, 2015 noch "Gastronom des Jahres", soll wohl schon ein halbes Jahr keine Miete und nichts für's Bier bezahlt haben. Offizielles Statement von Brian Patton gab es dazu keines.

Ottakringer hilft

Zumindest für das Charlie P’s hat sich aber eine kurzfristige Lösung gefunden. Wie die Ottakringer Brauerei jetzt bekannt gegeben hat, wird sie mit sofortiger Wirkung in den Mietvertrag Pattons einsteigen und das Pub per 2. August 2019 wieder aufsperren. Für eine erfolgreiche Zukunft des Lokals soll dabei Ronan Smith sorgen, der schon bisher als rechte Hand von Brian Patton fungiert hat und den Betrieb daher aus dem Effeff kennt. Auch Ottakringer war schon bisher langjähriger Partner des Charlie P’s und hat u.a. für einen Großteil des Bierangebotes gesorgt. Das Haus in der Währinger Straße steht im Besitz der Schwestern Henriette und Stefanie Herberstein, die das Geschäftslokal an die Ottakringer Brauerei vermietet haben.Das Brickmakers im 7. Bezirk bleibt vorerst geschlossen.

Übergangslösung

Laut Masseverwalter Arno Maschke handelt es sich bei der Neu-Eröffnung um eine „Übergangslösung“. „Die Sachen, die im Eigentum der Brian Patton GmbH stehen, dürfen bis auf Widerruf benutzt werden“, sagt Maschke. Soll heißen:  Damit der Standort weiterlebt, darf Smith die Betriebsanlagen und die Einrichtung benutzen.

Das ist deshalb wichtig, weil es laut Maschke – abgesehen von der Ottakringer Brauerei –  zwei weitere Interessenten an dem Pub gibt. „Die Leute sind gewillt, zu zahlen“, sagt Maschke, deshalb müsse der Standort „attraktiv“ bleiben.

Vorerst soll das Charlie P’s jedenfalls in gewohnter Manier – als Irish-Pub in der altbekannten Aufmachung – weitergeführt werden. Im Gespräch mit dem "Kurier" erklärt Smith, dass künftig auch Veränderungen geplant seien: „Daran arbeiten wir jetzt. Die Zeit war aber noch zu kurz, um die Pläne zu konkretisieren.“

Autor/in:
Thomas Askan Vierich
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