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Check für energetischen Schub

10.03.2009

Die Wirtschaftskammer Tirol unterstützt die Tiroler Tourismusbetriebe beim Energiesparen

Um Unternehmen beim Energiesparen professionell zu unterstützen, hat die Wirtschaftskammer Tirol gemeinsam mit den Partnern, Land Tirol und Energie Tirol im Herbst 2008 eine Informations- und Beratungskampagne ins Leben gerufen. "Die hohen Energiepreise treffen auch die Tiroler Unternehmen hart", erklärt Evelyn Geiger, Direktorin der Wirtschaftskammer Tirol, einen der Beweggründe für die Beratungsaktion zur Steigerung der Energieeffizienz. "Bei der im Vorjahr erlebten Berg- und Talfahrt des Ölpreises lassen sich die Kosten kaum noch seriös kalkulieren. Auf der anderen Seite lassen sich durch die Nutzung moderner Technologie Unmengen an Energie und damit an Kosten und natürlich auch Schadstoffen einsparen", so Geiger.
220 Tourismusbetriebewaren interessiert
Gestartet wurde die Beratungskampagne in den Tiroler Tourismusbetrieben. 220 Betriebe aller Größenordnungen haben die Informationsveranstaltungen in den Tiroler Bezirken besucht, 70 Betriebe haben daraufhin eine geförderte Beratung in Anspruch genommen, bei zehn Betrieben wird derzeit von Energieberatern eine intensive und ins Detail gehende Effizienzberatung durchgeführt. "Die Teilnehmer an den Infoveranstaltungen setzen sich aus jeder Betriebsgröße zusammen. So führen wir zum Beispiel für die Familie Schultz in Uderns für zwei Betriebe eine Beratung durch. Weiters wurden mit dem Interalpenhotel in Telfs, mit dem Posthotel Achenkirch und dem Wellnesshotel Schwarz in Mieming Beratungsaufträge abgeschlossen", erklärt Geiger.
Intensivberatung für Aquarena Kitzbühel
Noch vor Winterbeginn haben sich die Tiroler Bäderbetreiber über die Möglichkeiten des Energiesparens informiert. Mit 47 Teilnehmern war fast die ganze Branche vertreten. Drei Tiroler Bäder darunter das Aquarena Erlebnisbad in Kitzbühel oder das Freizeitzentrum in Axams werden bereits intensiv über Einsparungs- und Effizienzsteigerungsmöglichkeiten beraten. "Täglich erreichen uns neue Anfragen von Betrieben aus allen Branchen. Man kann daraus ersehen, wie brisant das Thema ist. Deshalb werden wir unser Engagement weiter verstärken und die Beratungsaktion heuer auch auf andere Branchen ausweiten", so WK-Direktorin Geiger.
Zillertaler Hotelstellte auf Biomasse um
"Zwei Beispiele aus unserer Arbeit zeigen eindrucksvoll, welches Einsparungspotenzial möglich ist", so Bruno Oberhuber, GF von Energie Tirol. In einem Hotel in Innsbruck, 19 Betten, wurde bereits 2004 durch Dämmung der Außenwand, der obersten Geschoßdecke, der Kellerdecke und durch Tausch der Fenster eine Einsparung von 40 Prozent erzielt. Drei Jahre später wurde eine Solaranlage zur Warmwasseraufbereitung mit 50 Quadratmetern Kollektorfläche installiert. Das Ergebnis: eine weitere Einsparung von 30 Prozent und eine Gesamtenergieersparnis von 58 Prozent. Noch deutlicher fiel das Ergebnis nach der Sanierung eines 36-Betten-Hotels im Zillertal aus. "Nach dem Aufbringen einer neuen Dämmung, der Umstellung auf eine Biomasseheizung und der Installation einer Solaranlage zur Warmwasseraufbereitung und Heizungsunterstützung, konnte eine Energieersparnis von 57 Prozent und eine Kostenersparnis von nicht weniger als 80 Prozent erzielt werden", schildert Oberhuber.
Sparpotenzial bei denBergbahnen Kitzbühel
Mitten in den Effizienzberatungen stecken im Moment die Bergbahnen Kitzbühel. Sie betreiben neben den Seilbahnen und Liften auch sieben Gastronomiebetriebe und das Erlebnishallenbad Aquarena. "Einige der Anlagen sind bereits in die Jahre gekommen, darum beschäftigen wir uns sehr ausführlich mit dem Thema und haben deshalb auch das Beratungsangebot der Wirtschaftskammer Tirol dankbar angenommen", berichtet Peter Rudig, technischer Direktor der Bergbahnen Kitzbühel.
Konkrete Sanierungsschritte sind aufgrund der Beratungen bereits für die Aquarena und im Bergrestaurant Pengelstein geplant. Rudig zu den Beweggründen: "Wir verbrauchen allein im Aquarena im Jahr 210.000 Liter Heizöl und 1,2 Millionen Kilowattstunden Strom." In einem ersten Schritt wird deshalb das Dach saniert und eine Solaranlage installiert. "Eine Investition, die sich lohnt. Denn allein damit werden wir ein Drittel weniger Öl verbrauchen!" Als weitere Schritte werden angedacht, den Energieträger zu wechseln und sämtliche Fenster und Türen zu erneuern.
Infos unter Tel.: 0590905-1374, Ing. Richard Stöckl, Abteilung Wirtschaftsrecht und Umwelt in der WK Tirol.
Barbara Egger

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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