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Cicero

07.04.2005

Cicero ist beim Servicepersonal auch unerkannterweise ein gern gesehener Gast. Außer wenn das Service wirklich katastrophal agiert hat, darf es mit einem großzügigen, in jedem Fall aber angemessenen Trinkgeld rechnen.

Das Gleiche gilt auch für Zimmermädchen. Weil es sich bei ihrer Arbeit um eine sehr persönliche Dienstleistung handelt und weil Cicero davon ausgeht, dass sich deren Grundgehalt eher am unteren Ende der Gehaltspyramide befindet, lässt er beim Verlassen des Hotels immer einen kleinen Geldbetrag im Zimmer zurück. In letzter Zeit ist es Cicero in einigen Hotels in Deutschland und Österreich passiert, dass er beim Bezahlen seiner Zimmerrechnung eine Extrazeile „Trinkgeld“ entdecken musste. Ihr grundsätzlich großzügiger Cicero hat – unter dem gestrengen Auge der jeweiligen Rezeptionistin – diese Zeile leer gelassen und das Hotel verärgert verlassen. Wieso soll er bei der Bezahlung des Zimmers noch einmal ein Trinkgeld geben? Und wer bekommt dieses Trinkgeld überhaupt? Wird es unter allen Angestellten des Hauses – vom F&B-Manager bis zum Tellerwäscher – aufgeteilt? Als kleine Anerkennung für das Roomservice oder als zusätzliche Entlohnung für gutes Service an der Bar oder im Restaurant hat das Trinkgeld ungefragt seine Berechtigung. Bei der Bezahlung der Zimmerrechnung findet Cicero die Aufforderung, doch freiwillig einfach etwas mehr zu zahlen, schlicht und einfach für unangebracht.

Falls Sie sich betroffen fühlen, schicken Sie uns bitte ein E-Mail: gast@wirtschaftsverlag.at oder ein Fax: 01/546 64-360.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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