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Cicero auf dem Kasernenhof

28.04.2011

Kürzlich hielt sich Ihr Cicero wieder einmal für einige Tage im gleichen Hotel auf. Gleich beim Check-in fiel der Hinweis auf, dass die Rezeption nach 21 Uhr nicht mehr besetzt sei.

Im Lift dann der zweite Hinweis, fett gedruckt, um ja nicht dem Auge des Gastes zu entgehen: Frühstück von (...) bis (...), Mittagessen von (...) bis, Abendessen von (...) bis (...). Für den zu Wahrnehmungsproblemen neigenden Gast folgte im Zimmer der Appell, zu den Essenszeiten pünktlich zu sein. Das strenge Zeitregiment untermalte die Urlaubsstimmung insofern, als es am Abend und zum Frühstück Anlass für recht interessante Gespräche unter den Gästen über die Ursachen gab.

Die Bedienung zum Frühstück legt noch eins drauf und machte recht resolut deutlich, wann das Büffet wieder abgeräumt werde und bemerkte nicht gerade leise, dass alles nur ein Stress sei und die Mitarbeiter nur die Dummen wären, die immer da sein müssten. Gebannt von der Gastfreundschaft, die ihm hier entgegenschlug, wandte sich Ihr Cicero an die Hotelmanagerin. Sie erklärte ihm sogleich, dass es schwierig sei, anständige Mitarbeiter zu bekommen, die nicht auf die Uhr schauen und die Arbeit von selber sehen. Gut, aber was hat das mit den strickten Essenszeiten zu tun? Das muss sein, so unsere Gastgeberin, sonst käme man mit diesem Team nicht über die Runden. Nun, die Probleme sind unbestritten, jeder Gast kann sie hier sehen.

Job des guten Hotelmanagers ist freilich, sie im Sinn des Gastes zu lösen. Der geht nämlich im Regelfall von einem funktionierenden Rundumservice aus und nicht von Kasernenhofstimmung. Ihr Cicero wollte den Tag übrigens trotzdem gut ausklingen lassen und begab sich auf einen Drink in die hübsche Hotelbar. Aber leider, leider: Es war bereits nach 21 Uhr!

Falls Sie sich betroffen fühlen, schreiben Sie uns: gast@wirtschaftsverlag.at (Fax: 01/546 64-360)

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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