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Cicero bevorzugt gut angezogene Kellner

22.03.2012

In einem legeren Beisel sind Jeans und T-Shirt (solange sie sauber sind) perfekt, in einem eleganten Restaurant stehen dem Kellner durchaus Hemd, Anzug und Krawatte gut.

Jetzt steht es außer Frage, dass Maßbekleidung für das Personal eher unnötig wäre. Trotzdem gibt es gewisse Regeln, wie ein Anzug sitzen sollte, und die gelten auch für das Servicepersonal. Wie oft hat Cicero schon Kellner erlebt, die aussehen, als würden sie den Maturaanzug des älteren Bruders auftragen. Besonders auffallend ein Fehler, der bei geschätzten zwei Drittel der heimischen Anzugträger vorkommt: Sakkoärmel, die bis zum Daumenansatz reichen. Oder auch (un)gerne gesehen: eine Krawatte, aber diese auf Halbmast mit deutlich sichbar offenem Kragenknopf.


Dieser Tage war Cicero in einem eleganten Wiener
Innenstadtrestaurant zu Gast, in dem die beiden Kellner sogar gleich im dunklen Dreiteiler aufmarschiert sind. Und bei beiden war die Anzugweste eine Spur zu eng, aber vor allem deutlich zu kurz. Und das ist schade, denn es konterkariert die Bemühung des Lokalbesitzers um eine elegante Umgebung und lässt die ansonsten überaus freundlich und professionell agierenden Mitarbeiter des Hauses ein wenig wie Vorstadt-Versicherungsvertreter wirken, denen man häufig schon auf 100 Meter ansieht, dass sie sich in ihren Dienstanzügen nicht wirklich wohlfühlen.

Falls Sie sich betroffen fühlen, schreiben Sie uns: gast@wirtschaftsverlag.at (Fax: 01/546 64-360)

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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