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cicero in einem pseudoalmwirtshaus

03.06.2010

Mit Almwirtshäusern ist das so eine Sache: Viele sind authentisch, einige jedoch haben mit einer echten Almwirtschaft etwa so viel zu tun wie der Musikanten­stadl mit echter Volksmusik.

Kurz gesagt: Es sind reine Kulissen, die sich im Inneren als Touristenabzocke entpuppen. Und in einem solchen Pseudoalmgasthaus war Cicero jüngst im Zuge einer privaten Feier zu Gast. Gut 20 Leute fanden sich dort ein – und schnell in einem kleinen Nebenraum wieder, der von einem großen Tisch und den Sesseln fast zur Gänze ausgefüllt wurde, was die Bewegungsmöglichkeiten drastisch einschränkte, weil der Hauptraum von einer Art „gruppendynamischem Selbstfindungsseminar“ einer bekannten Farbenfirma in Beschlag genommen wurde. Dieses Seminar zeichnete sich dadurch aus, dass die gut 30 Firmenmitarbeiter erst eine geschätzte Stunde lang auf afrikanischen Trommeln ihr Rhythmusgefühl schulten (der nicht sehr almmäßige Lärmpegel war entsprechend) und anschließend in einer Meditationssession absolute Ruhe forderten, womit das Aufsuchen der Toilette für andere Gäste, die zu diesem Zweck den Hauptraum durchqueren mussten, zum Spießrutenlauf wurde.

Dass auf der Speisekarte dann noch „Beilagenänderungen 1 Euro“ zu lesen war, trug auch nicht gerade zu einer lockeren Almatmosphäre bei. Die mehr als dürftige Speisenqualität tat ein Übriges, um bei Cicero und den anderen Gäste

Falls Sie sich betroffen fühlen, schicken Sie uns bitte ein E-Mail: gast@wirtschaftsverlag.at oder ein Fax: 01/546 64-360

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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