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Cicero erhält Post

25.04.2008

Dieser Tage flatterten Cicero zwei Briefe – ein privater und ein geschäftlicher – ins Haus: Zwei noch offene Hotelrechnungen vom Juli 2007. Ja, Sie haben richtig gelesen!

Es handelt sich dabei nicht um ein Versäumnis des Postfuchses, sondern um zwei Rechnungsdaten. Beim privaten Aufenthalt ging es um eine Restaurantkonsumation, die durch den Quick Check-out nicht automatisch der Kredit-Karte angelastet wurde und deren offener Betrag erst jetzt von der Buchhaltung entdeckt wurde. Die andere betraf die dreitägige Dienstreise, die Cicero schon längst abgerechnet glaubte. Nun begann in der hauseigenen Buchhaltung die Suche nach dem neun Monate alten Dienstreiseantrag mit dazugehörender Reisekostenabrechnung. Die Buchhaltung des Hotels hatte tatsächlich erst neun Monate nach dem Aufenthalt die Rechnung geschickt. Darüber kann sich Ciceros Dienstgeber einerseits freuen, weil das Geld länger auf der Bank blieb und Zinsen brachte; aber andererseits verursacht man mit solch verspätet ausgestellten Rechnungen ein Chaos in Buchhaltungen, die mit Jahresabschluss bilanzieren. Noch dazu verzichtet der Hotelier auf Geld, das sich positiv auf seine Kontostände auswirken könnte, Sollzinsen merklich senkt und nicht nur ein paar Habenzinsen bringt. Welch wirtschaftlichen Erfolg sich der Hotelier mit dem Konzept, dem Gast eine ganze Schwangerschaftsdauer die Logis zu stunden, verspricht, ist nicht ersichtlich.

Falls Sie sich betroffen fühlen, schicken Sie uns bitte ein E-Mail: gast@wirtschaftsverlag.at oder ein Fax: 01/546 64-360.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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