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Cicero freut sich über die minibar

25.05.2011

Das leidige Thema „Minibar": Natürlich sind Cicero die Argumente bekannt, wie aufwendig das Handling der Minibar ist, dass das Befüllen und Abrechnen so mühsam ist, dass eine Minibar ein reines Service am Gast ist und der Hotelier daran so gut wie nichts verdient.

 Bzw. dass mit diesem Aufwand Preise gerechtfertigt werden, die eher an einschlägige Etablissements denken lassen, denn an seriöse Hotels. So auch in einem kürzlich renovierten Hotel in Triest, in dem Cicero angesichts der über sieben Euro, die auf der Minibar-Preisliste für ein kleines Bier verlangt wurden, doch beschloss, seinen Durst mit Wasser aus der Leitung zu stillen.

Dass es auch anders geht, bewies der wunderbare Sattlerhof im südsteirischen Gamlitz, in dem Cicero vergangenes Wochenende weilte: Ein kleines Bier kostete in der Minibar des Zimmers 2,40 Euro, die Weine des Hauses (sowohl normale Bouteillen wie auch eine Halbflasche) zwischen 15 und 20 Euro, das Mineralwasser war überhaupt gratis (bzw. im Zimmerpreis inbegriffen). Das Ergebnis: Cicero und seine Begleitung ließen sich in der untergehenden Sonne im Garten vor dem Zimmer zwei Flaschen Bier und eine exzellente Halbflasche Wein schmecken. Und irgendwie ist Cicero überzeugt, dass der Sattlerhof mit seinem Minibarangebot deutlich mehr Umsatz und Gewinn macht als etwa besagtes Triestiner Hotel.

Wozu nicht zuletzt auch das Angebot einer Halbflasche Wein beiträgt. Denn die Konsumation einer ganzen Flasche zwischendurch ist nicht jedermanns Sache. Das betrifft übrigens nicht nur die Minibar: Auch Restaurants könnten mit intelligent kalkulierten Halbflaschen wohl den einen oder anderen Umsatz machen, der ihnen sonst entginge.

Falls Sie sich betroffen fühlen, schreiben Sie uns: gast@wirtschaftsverlag.at  (Fax: 01/546 64-360)

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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