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Cicero fühlt sich geneppt

11.07.2013

Es ist das alte Lied: Selbstverständlich ist jeder Gastronom für seine Kalkulation selbst verantwortlich, und niemand ist gezwungen, in ein Lokal zu gehen, in dem das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht stimmt.

Unangenehmer ist die Sache schon, wenn man bereits Platz genommen hat. Natürlich könnte man auch dann wieder nach einem Blick auf die Speisekarte aufstehen und das Weite suchen, Cicero entschied sich allerdings vor kurzem, sitzen zu bleiben, er hat also schon bei der Bestellung gewusst, worauf er sich in diesem kleinen Beisl am Rande des Schönbrunner Schlossparkes in Wien einließ.

Etwa auf einen halben Liter Soda-Zitron um geschlagene fünf Euro! Zum Vergleich: Das Krügel Bier gab es dort um (für Wiener Verhältnisse) normale 3,80 Euro. Und nein, in der Speisekarte war keine Rede davon, dass für besagtes Soda-Zitron Wasser von den Fidschi-Inseln verwendet wird. (Wäre auch eher unpassend.) Diese Form der Kalkulation, das Ganze in Schönbrunner Nähe, ließ dann Cicero unwillkürlich den Ausdruck „Touristenfalle" in den Sinn kommen. Da war dann das Paar Debreziner um knapp sieben Euro schon nur mehr konsequent und eigentlich fast günstig im Vergleich.

Summa summarum bezahlte Cicero dann für drei Kaffees, ein Paar Würstel und ein kleines Mineralwasser (das dem Luxus-Soda-Zitron vorgezogen wurde) rund 20 Euro. Und das wie erwähnt in einem eher einfachen Beisl mit Kellnern, deren Charme und Freundlichkeit zumindest ein wenig Luft nach oben ließ, um es freundlich auszudrücken.

Falls Sie sich betroffen fühlen, schreiben Sie uns: i.stelzmueller@wirtschaftsverlag.at

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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