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Cicero geht’s um die Wurst

04.07.2008

Ihr Cicero schwebt ja nicht nur in den höchsten Gourmet-Sphären, er begibt sich ganz gerne auch einmal in die niedereren Gefilde und erfreut sich am Würstelstand an Burenwurst, Pfefferoni und einem Bier aus der Dose.

Dieses von vielen verteufelte, weil oftmals genossen vielleicht wirklich gesundheitlich bedenkliche Gaumenvergnügen war bis jetzt auch noch flächendeckend in den Städten zuweilen bis spät in die Nacht möglich.
In letzter Zeit bemerkt man jedoch ein immer größeres Würs­telstandsterben oder besser gesagt: eine Reinkarnation in beider Bedeutung des Wortes. Aus Würstelständen werden Kebab-Buden. Jetzt möchte Ihr Cicero in keiner Weise etwas gegen diese neuere Fast-Food-Möglichkeit gesagt haben. Es gibt hervorragende Vertreter dieser Spezies und es sind auch alle, die sie nicht kennen, aufgerufen einmal einen Kebab zu probieren. Diese Buden haben aber einen Nachteil: Sie führen keinen Leberkäse, keine Bosna und nicht einmal Frankfurter. Die einzige Konzession, die die­se meist von Türken geführten Buden an den österreichischen Geschmack machen, ist, dass es manchmal Obengenanntes in der Putenausführung gibt. Diese Reinkarnation ist jedoch nicht unbedingt das Gelbe vom Ei und dürfte auch nicht von großem Verkaufserfolg gekrönt sein. Das Fazit: In manchen Bezirken muss man sich schon auf eine Expedition begeben, um sein original Würstel zu bekommen.
Ach wie schön war’s doch früher!

Falls Sie sich betroffen fühlen, schicken Sie uns bitte ein E-Mail: gast@wirtschaftsverlag.at oder ein Fax: 01/546 64-360.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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