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Cicero Geniesst EisKaffee

04.05.2011

Mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen verlässt Cicero die Therme, besteigt seinen Drahtesel und sucht sich in den wieder geöffneten Schanigärten entlang des Donauradwegs ein schattiges Plätzchen. Statt Melange & Co wünscht er sich einen Eiskaffee.

Die neu gestalteten Eistafeln versprechen unter anderem die größten und besten Eiskaffees zwischen Wien und Bratislava. Eine kurze Pause, um sich den eisigen Koffein-Kick zu geben, gehört zum Genussradeln einfach dazu. Es sollte nicht nur bei einem Einkehrschwung entlang der knapp 60 Kilometer langen Strecke bleiben: So entwickelte sich der Radausflug zum Eiskaffeetest. Drei verschiedene Lokale und drei Eiskaffeevariationen.

Beim ersten Eiskaffee war außer dem Vanilleeis nichts kalt. Der maschinenwarme, sehr dünn schmeckende Kaffee wurde in einer ausladenden Eisschale mit vier großen Kugeln Vanilleeis serviert, schamhaft versteckt unter einer Schlagobershaube und verziert mit Schokoladesauce. Der Becher war einfach zu voll, und noch bevor der Eiskaffee den Gast erreichte, war mehr Vanilleeis auf der Serviette, die unter dem Eisbecher lag.

Variante zwei: Statt des bestellten klassischen Eiskaffees wurde ein gerührter Eiskaffee im Silberbecher serviert mit der halbherzigen Ausrede: „Der Küche ist der kalte Kaffee ausgegangen.“ Und last but not least war beim dritten Eiskaffee der Kelch innen mit Schokolade verziert und im Kaffee schwamm der kärgliche Rest einer geschmolzenen Vanilleeiskugel und ein Eiswürfel. Der Kaffee schmeckte dementsprechend gewassert. Die Eiskaffee­rezepte bestehen aus den gleichen Grundzutaten. Als Eiskaffee sollte überall annähernd das Gleiche serviert werden. Cicero fühlte sich wie in einer Eiskaffee-Lotterie.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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