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Cicero genießt herzhaft steirisch

17.06.2010

Die „vegetarische Ecke“ auf den Speisekarten vieler – vor allem traditioneller  Gasthäuser ist berühmt-berüchtigt: „Gebackener Emmentaler“, „Gebackene Champignons“ und „Käsespätzle“ lautet hier oftmals das Triumvirat, eventuell ergänzt durch Klassiker wie „Geröstete Knödel mit Ei“ oder „Eiernockerln“.

Offensichtlich gehen viele Wirte davon aus, dass Vegetarier (oder Gäste, die aus anderen Gründen im Moment lieber kein Fleisch essen) allesamt Freunde der deftigen Küche sind. Ok, wenn auch der Rest der Speisekarte aus Schnitzel, Schweinsbraten & Co besteht, ist das Angebot wenigstens schlüssig und eines stimmt zumindest: Die oben genannten Gerichte sind tatsächlich vegetarisch.

Kürzlich jedoch verschug es Cicero in ein Lokal im steirischen Eibiswald. Und hier findet der geneigte Gast auf der Karte eine eigene Seite mit „leichten Gerichten“ vor. Gut, unsere Steirer lieben es bekanntlich herzhafter und so ein Backhenderlsalat mit Kernöl geht hier oftmals gerade als Vorspeise für Diätpatienten durch, aber dass sich unter besagten „leichten Gerichten“ Speisen wie „Kernöleierspeise“(!), „Gebackene Champignons mit Sauce Tartare“(!!) oder eben „Käsespätzle“(!!!) befanden, war selbst für den in dieser Hinsicht nicht leicht zu überraschenden Cicero bemerkenswert. Rettung, um den kleinen Hunger zu stillen, fand er dann allerdings zum Glück bei einer wunderbaren Flecksuppe. Das klassisch Steirische hat eben doch seine Vorteile. Bisweilen muss man nur suchen.

Falls Sie sich betroffen fühlen, schicken Sie uns bitte ein E-Mail: gast@wirtschaftsverlag.at oder ein Fax: 01/546 64-360

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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