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Cicero genießt Vertrautheit

06.11.2013

Ihr Cicero verbrachte einen kurzen Wellnessurlaub in einem an der Baumgrenze gelegenen Hotel, das mit seinen vielen Leistungsangeboten buchstäblich Feuer auf den Berg gebracht hat.

Nun ließe sich schon über die Spa-Landschaft, das großartige Panorama oder die tadellose Leistung der vielen dienstbaren Geister schwärmen. Für eine ganz besondere individuelle Note sorgte allerdings der Hotelier selbst. Angesichts der Größenordnung von hunderten Gästen erweist es sich im Normalfall als nahezu unmöglich, mit jedem Einzelnen eine persönliche Beziehung aufzubauen. Umso weniger, als die Hotelzimmer im Schnitt nur vier oder fünf Tage belegt sind.

Dieser Gastgeber verstand es allerdings blendend, bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf seine Gäste zuzugehen und im lockeren Plauderton eine Kommunikation zu gestalten, die den Charakter langwährender Vertrautheit erzeugte. Und diese Offenherzigkeit des Hoteliers färbte nachhaltig auf seine Mitarbeiter ab. Ob der Gast nun zum ersten Mal hier weilte oder als Fan des Hauses schon zum Stammgast geworden war, jeder konnte hier über das normale Urlaubsgefühl hinaus eine Art familiäre Zugehörigkeit verspüren.

Nun ist nicht jedem Menschen ein so offener, kommunikativer Charakter gegeben. Für einen Hotelier ist das allerdings ein „soft skill", der ihm im scharfen touristischen Wettbewerb einen schier unübertrefflichen Vorteil verschafft. Es handelt sich wahrscheinlich sogar um die zentrale Stärke der so starken eigentümergeführten österreichischen Hotellerie schlechthin.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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