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Cicero Lockangebote

16.03.2011

Einige Wiener Gourmetrestaurants machen bei der Marketing-Aktion „­Dining City“ mit. Dabei geht es darum, in schwachen Zeiten mit sehr günstigen Pauschalangeboten neue Gäste zu gewinnen, wenn sich diese auf der DiningCity-Website dafür anmelden.

Andere Gastronomen verzichten bewusst darauf, weil sie der Meinung sind, dass ihr regulärer Preis schon scharf kalkuliert sei und sie ihre Leistungen nicht verschleudern wollen. Wer mitmacht, nimmt in Kauf, neue Kunden mit einem Angebot zu locken, an dem sie (fast) nichts verdienen. Man hofft also, neue Gäste anzusprechen, die in Zukunft – so die Erwartung – auch zu normalen Konditionen wiederkehren.

Gerade bei jungen Menschen mit (noch) niedrigem Einkommen ist diese Logik vielleicht sogar schlüssig. Problematisch wird es allerdings, wenn ein Restaurant bei dieser „Schnäppchenjagd“ zwar mitmachen will, gleichzeitig aber versucht, über die „Hintertür“ doch auf seine Kosten zu kommen. So hat Cicero seine Nichte, die ihn sich als fachkundige Gesellschaft ausgesucht hatte, zu einem DiningCity-Besuch begleitet. Dabei „passierte“ es, dass auch ein nicht bestellter Zwischengang serviert und verrechnet wurde. Außerdem wurde sehr aktiv eine, wie sich erst während des Menüs herausstellte, überteuerte Weinbegleitung verkauft. Schlussend­lich ist man also doch auf seine Rechnung gekommen. Doch die liebe Nichte, die ihren Onkel einmal ausführen wollte, wird nicht so schnell wieder ein „Restaurant-Schnäppchen“ in Anspruch nehmen.

Und Cicero wurde in seiner Weltsicht bestätigt, dass Schnäppchen in Wirklichkeit nur selten günstig sind. Er zahlt lieber gleich einen fairen Preis, wird dafür aber nicht über versteckte Zusatzkosten und überteuerte Extras „ausgenommen“.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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