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Cicero reist durch die Zeit

17.04.2009

Zeitreisen sind nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft so gut wie unmöglich. Speziell bei Reisen in die Vergangenheit muss man sich derzeit noch mit verschiedenen Raumzeiten, Wurmlöchern und exotischer Materie (nein, damit sind nicht die Gewinne nach Steuern im Bilanzjahr 2009 gemeint) helfen.

Cicero kann über solche Unkenntnis nur schmunzeln. Den Wissenschaftern sei dringend ein Besuch am Hochkar empfohlen, im Speziellen der Versuch, gegen 20 Uhr, nach dem Nachtskilaufen noch eine Kleinigkeit im Wirtshaus neben der Piste zu bekommen. Schon die am Eingang ausgehängte Speisekarte (insgesamt vielleicht acht Positionen, Schnitzel und Schinken-Käse-Toast davon die kulinarischen Highlights) mahnte zur Vorsicht, der kalte Fettgeruch und das Ambiente im Inneren brachte es endgültig ans Licht: Cicero war im Jahr 1971 angelangt. Dass gerade in dem Moment, in dem Cicero den Gastraum betrat, die Küche für geschlossen erklärt wurde, war auch nur mehr die Draufgabe – und gleichzeitig die Rettung. Kulinarisch vermutlich sowieso, aber auch die Gefahr, irgendwo im Raum-Zeit-Kontinuum hängen zu bleiben, war irgendwie nicht von der Hand zu weisen.
Wie meinte ein anderer Gastronom, bei dem Cicero danach (auch zu später Stunde noch) vorzüglich speiste: „Die da oben brauchen sich gar nicht anstrengen. Wenn heute ein Gast frustriert rausgeht, ist die Bude am nächsten Tag trotzdem wieder voll.“ Wie schon erwähnt: Es war eine Reise in die Vergangenheit …

Falls Sie sich betroffen fühlen, schicken Sie uns bitte ein E-Mail: gast@wirtschaftsverlag.at oder ein Fax: 01/546 64-360.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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