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cicero schickt zurück

21.06.2012

Es ist schon lange her, dass Cicero das erste Mal in einem Fischlokal an der Wiener Donau essen war. Ein netter alteingesessener Familienbetrieb, die Karte bodenständig, die Preise angemessen.

Ein Restaurant, das wir auch hin und wieder anlässlich einer Familienfeier besuchten. Umso größer war die Überraschung, als Ihr Cicero wieder einmal dort war und erkennen musste, dass offensichtlich ein Besitzer­wechsel stattgefunden hat. Jetzt ein italienisch angehauchtes Flair und die Gäste kamen mit den Nobelkarossen aus dem Osten. Aber was solls, geben wir dem Neuen eine Chance. Es fing aber schon lustig an. Wir bestellten (italienisch) einen Aperol, bekamen einen Prosecco. Auf unsere Reklamation erklärte die nette Dame: „Aperol ist aus.“ Wir freuten uns schon auf das Essen. Gnocchi mit Gorgonzola: „Gorgonzola ist aus.“ Stattdessen Gauda oder Ähnliches. Fisch mit Sauce Bernaise. Der Fisch war Fisch nur die Sauce war eine dunkelbraune Fleischtunke. „Bernaise ist aus“. Aber das Beste kommt noch: der Wein. Wir bestellten, nicht ungewöhnlich zu Fisch, Pasta und Gnocchi, Weißwein. Sie habens erraten, wir bekamen kommentarlos Rotwein. Und diesmal sogar ohne „Weißwein ist aus“. Ihr Cicero versteht gerade noch, dass man testen will, ob der Gast zwischen Valpolicella und Chianti unterscheiden kann. Aber zwischen weiß und rot? Es kann in einem Restaurant immer etwas passieren. Aber gezählte fünf Mal etwas zurückzuschicken, war auch für Ihren Cicero Premiere. Und dann auch noch diese lustlosen Erklärungen, die einem besseren Wiener Lokal nicht würdig sind. Das ist Abzocke gegenüber Ostgästen, die wahrscheinlich ohnehin nicht mehr wiederkommen.

Falls Sie sich betroffen fühlen, schreiben Sie uns: gast@wirtschaftsverlag.at (Fax: 01/546 64-360)

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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