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Cicero schwelgt in Erinnerungen

16.12.2010

An trüben Wintertagen schwelgt Ihr Cicero gerne in Erinnerung an bessere Zeiten. An das Kaiserwetter etwa, das just an jenem Tag herrschte, als Ihr Cicero in Begleitung von vier Freunden zur Motorradtour nach Maria­zell aufgebrochen war.

Mit Lust und Laune kehrt die Bikertruppe am Zielort gegen­über der Basilika in einem von Tradition geprägtem Wirtshaus ein. Die Tagesempfehlung „…ofenfrisches Schweinsbratl“ entwickelte eine magnetische Anziehung. Nicht zuletzt, weil dieser Klassiker nicht mehr allzu oft auf dem Speiseplan der Gastronomie steht. Also fünfmal das Schweinsbratl, die Bedienung nahm die einhellige Bestellung freundlich entgegen. Und sehr rasch war die Tagesempfehlung ausserviert.

Hatte schon das grandiose Wetter den Tag verklärt, so setzte ihm nun das Schweinsbratl die Krone auf: Farbe, Geschmack, eine krosse Kruste weit jenseits des gartechnologischen Popcorns, das so manche Hightech-Kochhilfe verlässt, Saftigkeit, Zartheit – in jeder Hinsicht Spitzenklasse. Und erst das „Safterl“! Jeder einzelne Biker lobte sein Gericht in höchsten Tönen und erbat sich eine Zugabe. Womit die Frage im Raum stand, wie viel es vom ofenfrischen Schweinsbratl noch gebe. „Solange der frische Braten im Ofen ist, dann ist die Tagesempfehlung aus. Aufwärmen gibt’s nicht“, so die Antwort, die dem einen oder anderen später kommenden Gast leider ein Gedicht von einem Gericht vorenthält. Doch Qualität geht hier vor. Ein überzeugendes Argument mehr, das den Besuch in diesem Gasthaus zum Erlebnis macht.

Falls Sie sich betroffen fühlen, schicken Sie uns bitte ein E-Mail: gast@wirtschaftsverlag.at oder ein Fax: 01/546 64-524

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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