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Cicero trifft einen überehrlichen kellner

17.02.2011

Ein Bereich, bei dem man ein engagiertes Lokal vom Schnitzelwirt am Eck unterscheiden kann, sind u.a. die (Tages-)Empfehlungen des Kellners. Im Idealfall werden sie so vorgetragen, dass sich das Gericht dadurch von selbst verkauft.

Hin und wieder geht Cicero aber auch den anderen Weg und fragt den Kellner nach seiner Meinung zu einem bestimmten Gericht. So auch geschehen vor kurzem in einem Wiener Gasthaus, das neben Klassikern wie Backhendl, faschierten Laberln & Co auch Schnecken auf der Karte hat. Der Dialog dazu hat sich ungefähr folgendermaßen angehört:

Cicero: „Woher kommen denn die Schnecken? Sind die frisch oder tiefgefroren?“

Kellner: „Also soviel ich weiß sind die schon frisch und kommen hier aus Wien oder zumindest aus dem Umland.“
Cicero: „Und – ganz ehrlich gesprochen – sind die gut, würden Sie die empfehlen?“

Kellner (etwas verunsichert): „Naja, man kann die schon essen. Also wir haben die alle mal gekostet, und ich muss sagen, ich esse solche Sachen eigentlich nicht so gerne, aber so schlecht sind sie nicht, wenn man sowas mag.“
Cicero: „Aja, danke ...“

Man muss dem Kellner zugestehen, dass er offensichtlich einfach wirklich ehrlich war. Nachdem Ciceros Begleitung aufgrund dieser „Beratung“ darauf verzichtet hat, die Schnecken zu kosten, und eine ganze Portion als Vorspeise für Cicero zu viel gewesen wäre, hat er außerdem in der Küche unaufgefordert urgiert, eine kleine Portion zuzubereiten. Die hat Ihr Cicero dann todesmutig gegessen und  – siehe da – sie hat ihm auch ausgezeichnet gemundet.

Falls Sie sich betroffen fühlen, schreiben Sie uns: gast@wirtschaftsverlag.at (Fax: 01/546 64-360)

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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