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Cicero und das Chef‘s buffet

06.12.2012

Das österreichische Gastgewerbe verfügt im Schnitt über eine gute Küche, das steht außer Zweifel. Vor diesem Hintergrund mag die eine oder andere kritische Anmerkung Ihres Cicero nach „Jammern auf hohem Niveau" klingen.

 Vielmehr geht es freilich darum, Schwächen aufzuzeigen und zu deren Beseitigung beizutragen, oder auch darum, Gutes eventuell noch besser zu machen. Wie das beispielsweise funktioniert, konnte Ihr Cicero bei einem Hotelaufenthalt in Vorarlberg erleben. Gebucht hatte er für seine Familie eine Woche Halbpension. Die Speisenqualität, die aus der Küche geliefert wurde, war uneingeschränkt auf hohem Niveau, andererseits freilich auch so, wie man es in hunderten Hotels landauf, landab ebenfalls erwarten darf. Es gab Themenabende – lokale Spezialitäten, italienische Spezialitäten etc. – auch das gelungen, wenngleich keineswegs einzigartig.

Der junge Küchenchef – er zählt so um die 25 Lenze – in Ciceros Quartier hat sich darüber hinaus allerdings etwas Besonderes einfallen lassen. Einmal im der Woche lädt er seine Gäste zum Chef’s Buffet. Die Buffetstationen sind dazu nicht im Gastraum, sondern in der Küche eingerichtet. Damit erhält der Gast nicht nur die Gelegenheit, seine Speise ganz unmittelbar an der Stelle abzuholen, an der sie gerade zubereitet wurde. Durch den Eintritt hinter die Kulissen und den Kontakt mit dem – üblicherweise vor dem Gast verborgenen – Küchenteam entsteht auch eine andere Dimension der Authentizität. Mit einem Wort: Das Chef´s Buffet ist ein Urlaubs-erlebnis, das weit über die gebotene Speisequalität hinausreicht und vor der Cicero noch lange erzählen wird, wenn es um originelle gastronomische Ideen geht.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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